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Berliner Verwaltung mit neuem Polizei-Computersystem zufrieden

Die Probleme der Berliner Polizeibeamten mit dem neuen Informationssystem „Poliks“ sehen Senatsinnenverwaltung und Polizeiführung als normale Anfangsschwierigkeiten an.

dpa/bb BERLIN. Die Probleme der Berliner Polizeibeamten mit dem neuen Informationssystem „Poliks“ sehen Senatsinnenverwaltung und Polizeiführung als normale Anfangsschwierigkeiten an.

Er sei zufrieden mit dem bisherigen Anlauf des neuen Computersystems in der Polizeibehörde, sagte der Staatssekretär in der Innenverwaltung, Ulrich Freise, am Montag vor dem Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Polizeipräsident Dieter Glietsch sagte, es werde ein Jahr bis anderthalb Jahre dauern, bis „Poliks“ optimal laufe.

„Poliks“ hatte Ende März das weit über 20 Jahre alte „Informationssystem Verbrechensbekämpfung“ (Isvb) ersetzt. Es ist nicht mehr nur eine Datei zur Verbrechensbekämpfung, sondern erlaubt auch die Bearbeitung von Verkehrsunfällen oder Ordnungswidrigkeiten. Mit „Poliks“ haben die Polizisten auch Zugriff auf Daten von anderen Berliner Behörden und Bundesbehörden. Allerdings hatten die Ordnungshüter in den vergangenen Wochen einige Systemfehler und Pannen zu beheben.

Nach Freises Worten ist das Nachbarland Brandenburg derzeit in der Schlussberatung, „Poliks“ zu übernehmen. „Die sind auch nicht abgeschreckt, wenn es Anfangsschwierigkeiten bei der Umstellung gibt“, sagte der Staatssekretär. Anlaufprobleme mit neuer Computertechnik gebe es in allen Bundesländern. Berlin komme im Vergleich noch glimpflich davon. Das neue System kostete den Senat einschließlich aller Apparaturen, Verkabelungen und Software 73 Mill. Euro.

Glietsch sagte, bei einem derart komplexen Informationssystem gebe es nach dem Start stets noch etwas zu ändern und zu verbessern. Von einer Pannenserie könne jedenfalls nicht die Rede sein. Viele Beamte täten sich noch schwer mit dem neuen System. Seit zwei Monaten gebe es aber zusätzliche Schulungsangebote.

Nach dem Start von „Poliks“ hatte es unter anderem Fehler bei der Übertragung von Datenbeständen aus dem Isvb gegeben. Zudem klappte der Austausch mit dem Informationssystem „Asta“ der Justiz zeitweise nicht richtig. Auch mit der elektronischen Dateneingabe für Haftbefehle lief es nicht so wie gewünscht. Es seien aber keine Ermittlungsdaten verloren gegangen, betonte der Leiter der Abteilung Informations- und Kommunikationstechnik im Polizeipräsidium, Ulrich Bechem, vor dem Innenausschuss. Im Herbst wird der Ausschuss auf Vorschlag der SPD voraussichtlich von der Polizei einen Bericht anfordern, wie sich die Arbeit mit “Poliks“ entwickelt.

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