Bestehende Breitbandinfrastruktur verzögert Erfolg
WiMax in Wartestellung

Die Investitionen der Telekommkonzerne in schnelle kabelgebundene Netze bremst nach Ansicht von Experten das schnelle Wachstum neuer drahtloser Technologien.

hiz DÜSSELDORF. Nach den Aussagen des amerikanischen Marktforschungsunternehmens iSupply wird WiMax (Worldwide Interoperability for Microwave Access) erst langfristig erfolgreich. WiMax wird von Fachleuten als der Nachfolger der aktuell erfolgreichen drahtlosen Netzzugänge, den WLANs, gehandelt. Der Standard mit der offiziellen Bezeichnung IEEE 802.16a hat theoretisch eine Reichweite bis zu 50 km und eine Datentransferrate von bis zu 70 Mbit/s. Ein echter Fortschritt zur derzeit aktuellen WLAN-Technik, die nur auf etwa 100 m Reichweite kommt.

Die Marktforscher rechnen damit, dass der Umsatz mit WiMax-Geräten bis 2007 nur moderat mit 14 bis 25 Prozent pro Jahr steigen wird. Erst 2008 und 2009 soll dann der WiMax-Umsatz regelrecht explodieren. 47 bzw. 66 Prozent Wachstum prognostizieren die Experten. Das Marktvolumen würde dann einen Umfang von respektablen 2,6 Milliarden Dollar ausmachen.

Den langsamen Start führt die Studie auf die Zurückhaltung der Telekomanbieter zurück. Diese haben immense Summen in den Ausbau von kabelgebunden Breitbandverbindungen investiert. Dabei gilt WiMax in den Industrienationen als mögliche Lösung für Hausanschlüsse zur Überbrückung der so genannten letzten Meile. In Entwicklungsländern, in denen noch keine Breitbandinfrastruktur existiert, sieht Isupply darin gar eine kostengünstige Alternative zur Verkabelung.

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