Besucherrückgang um 10 Prozent
System kann sich als IT-Businessmesse behaupten

Die Aussteller sind mit dem Verlauf der Systems 2006 in München sehr zufrieden. Das ergab eine Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). Der Aussteller-Zahl lag mit 1260 auf dem Niveau des Vorjahres.

MÜNCHEN. "Die Systems hat ihre Stellung gefestigt und hat sich als Fachbesuchermesse für den gesamten Bereich der Informationstechnik und Telekommunikation erfolgreich etabliert", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder zum Abschluss der Messe. Im Mittelpunkt des Interesses standen Lösungen zur Verbesserung der betrieblichen Prozesse. Besonders gefragt waren in diesem Jahr Anwendungen zur Steigerung der IT-Sicherheit, Internet-Telefonie und neue Software-Systeme.

Einen Wermutstropfen musste die Messeleitung bei den Ausstellerzahlen hinnehmen. Nach Angaben von Systemschef Klaus Dittrich konnte in diesem Jahr eine Marke deutlich über 50 000 Besucher nicht erreicht werden. Nach seiner Einschätzung wird die Zahl am Freitagabend bei etwa 53 000 liegen. Die Messeleitung wird deshalb Maßnahmen ergreifen, um die Besucherzahlen im kommenden Jahr wieder zu steigern. Dazu zählt unter anderem die Erweiterung des Mittelstandprogramms um branchenspezifische Themen sowie neue Information- und Kommunikationsangebote für speziell technisch orientierte IT-Entscheider.

Schwierigkeiten gab es an den ersten drei Messetagen durch die zeitgleich veranstaltete Immobilienmesse "Expo Real". Hier kam es zu Beeinträchtigungen von Ausstellern und Besuchern. So fühlten sich zahlreiche Systemsbesucher durch "einen hässlich Drahtzahn", der die Hallenblöcke A und B trennte, von den "Champagner schlürfenden Spekulanten im dunklen Businesszwirn" ausgegrenzt. Doch die Immobilienmesse ist mit 20 000 Besuchern, die für drei Tage 300 Euro zahlen müssen, eine höchst erfolgreiche Veranstaltung der Münchner Messe.

Dies wirkte sich auch auf die Nachfrage nach Hotelzimmer aus. So war es in den ersten drei Tagen der Systems schwierig, die gewohnte Unterkunft zu bekommen. Auch war zu hören, dass die Preisen von gewohnten Hotels teilweise deutlich erhöht wurden. Messechef Dittrich betonte aber in einem Gespräch mit dem Handelsblatt, dass die unglückliche Parallelität von zwei Messen ein einmaliges Problem darstelle. Nach gegenwärtigem Planungsstand wird die Systems im kommenden Jahr wieder eine alleinige Veranstaltung auf dem Messegelände sein.

Verstärkt und verbessert werden soll das Konferenzprogramm im Umfeld der Messe. So sollen die Themen Mobile Kommunikation und Next Generation Networks (NGN) weiter ausgebaut werden an. Als besonderes Anliegen will Dittrich sich darum bemühen, dass künftig - ähnlich wie das bereits in der Themenhalle Sicherheit geschieht - auch in anderen Themenbereichen sowohl die technisch verantwortlichen Manager wie auch die Kaufleute in den Unternehmen mit getrennten Programmen angesprochen werden.

Bitkom betonte, dass der Messeverlauf die insgesamt positive Entwicklung der Informationstechnik, Telekommunikation und digitalen Consumer Electronics bestätige. Im Jahr 2006 wächst der ITK-Gesamtmarkt in Deutschland nach der Prognose des Verbandes um 2,5 Prozent auf 146,4 Milliarden Euro.

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