Betriebssystem
Suse zeigt „was Linux kann“

Die neue Suse-Version zeigt, "was Linux kann". In das Betriebssystem ist die 3-D-Technik Xgl integriert, Open Suse wird außerdem zur Diskussionsplattform für die Nutzer.

HB WIESBADEN. Es hat länger gedauert als geplant, aber jetzt ist die neue Version von SuSE Linux fertig. Die Version 10.1 kann unter der Adresse www.opensuse.org kostenlos heruntergeladen werden. Die Kaufversion mit Handbuch und Support soll noch im Mai in den Läden sein, wie Produktmanager Michael Löffler vor Wochen auf dem Linuxtag in Wiesbaden erklärte.

Änderungen im Paket- und Systemmanagement waren der Grund dafür, dass der Termin für die Vorstellung der neuen SuSE immer wieder hinausgeschoben wurde. Davon werde der normale Nutzer aber wohl nichts merken, sagte Projektmanager Adrian Schröter. Es handle sich um Features, die eher für Unternehmenskunden interessant seien.

Für den Einsatz daheim ist "ein neuer Network-Manager für das WLAN" interessant, der nach Darstellung Schröters "mit einem einzigen Knopfdruck nach Zugängen sucht und diese dann auf Wunsch herstellt". Wird die Verbindung beendet, werden alle Programme, die den Online-Zugang genutzt haben, automatisch in den Offline-Modus geschaltet. Lästige Fehlermeldungen sind damit Vergangenheit.

Die SuSE 10.1 enthält die neuesten Versionen der Benutzeroberflächen KDE und Gnome. Neu ist Xgl, eine Technik für 3D-Darstellungen auf dem Desktop. Da diese schöne Funktion aber nur mit neueren Grafikkarten genutzt werden kann, ist sie nicht als Standard vorgesehen, sondern muss extra aktiviert werden. Löffler räumte ein, dass der praktische Nutzen nicht unbedingt groß sei. Aber Xgl zeige sehr schön, "was Linux kann" und sei damit eine Art Türöffner.

Zu der mehrmonatigen Verzögerung bei SuSE dürften neben den technischen Problemen aber auch die Veränderungen im Unternehmen beigetragen haben, das nach der Übernahme durch Novell noch immer nicht zur Ruhe zu kommen scheint. So wird die Entwicklungsarbeit seit August vergangenen Jahres unter dem Dach des Projekts openSuse vorangetrieben. Damit hat sich SuSE noch mehr als früher der Community geöffnet. Inzwischen werden täglich 7 000 bis 8 000 Neuinstallationen registriert, die Zahl der angemeldeten Nutzer des Portals ist auf 25 000 gestiegen. Und die Zahl der Web-Sites auf openSuse wuchs von anfänglich zehn auf inzwischen mehr als 640.

Ziel sei es, noch mehr Leute zu erreichen und zur Mitarbeit zu bewegen, sagte Löffler. Um openSuse noch attraktiver zu machen, gebe es jetzt auch einen so genannten Build-Service, der den Nutzern bei der Erstellung eigener Programmpakete und auch von speziellen SuSE-Versionen hilft. So könnten Live-CDs für bestimmte Zwecke erstellt werden. Inzwischen seien dort auch schon neue Distributionen entstanden, darunter ein "MicroSuSE". Der Build-Service sei auch eine Diskussionsplattform für Nutzer, auf der deutlich werde, "was genutzt wird und was gebraucht wird", sagt Löffler.

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