Bezahlen im Internet
Abzocker bringen „Mobile Billing“ in Verruf

Getränke am Automaten, Konzertkarten, Filme – fast alles soll man demnächst per Handy bezahlen können. Aber schon kurz nach der Einführung des „Mobile Billing“ im Internet kommt die neue Technik in Verruf. Abzocker versuchen, Hunderte Euro für Abonnements zu kassieren, von denen die Verbraucher oft noch nicht mal wissen.

stm DÜSSELDORF. Es ist noch nicht lange her, dass die Regeln für so genannte Dialer extrem verschärft wurden. Die Einwahlprogramme – eigentlich als praktische Zahlungsmethode für Internetdienste gedacht – wurden immer häufiger zur Abzocke ahnungsloser Internetbenutzer missbraucht. Horrende Rechnungen waren die Folge. Inzwischen bremsen schärfere Gesetze die Dialer. Aber erste Anbieter legen nun nach. Ihre neueste Masche: Statt der Dialer nutzen sie das weniger stark regulierte Mobile Billing.

„Zuerst habe ich die SMS überhaupt nicht ernst genommen“, sagt Oliver von Ameln. Er hatte auf einer Gewinnspielseite seine Handynummer eingetragen. „Dort stand, dass ich im Falle eines Gewinns per SMS benachrichtigt werde“, sagt er. Stattdessen kam gleich nach der Eingabe eine seltsame Botschaft: „Ihr Zugang wurde verlängert.“

Was der 32-Jährige nicht wusste: Mit der Eingabe seiner Handynummer hatte er ein Abonnement für die Dienste der Seite www.sendman.de abgeschlossen, auf der Nutzer sich kostenpflichtig in Foren austauschen können. Täglich erhielt er fortan die seltsame Botschaft, um die er sich zunächst nicht weiter kümmerte. Das böse Erwachen kam, als er sich mit seinem Telefonanbieter in Verbindung setzte: Gut 100 Euro wollte „Sendman“ schon nach kurzer Zeit von ihm haben – knapp 10 Euro pro Tag. „Ich habe mich aber definitiv nirgendwo angemeldet und auch keinen Bestätigungscode erhalten“, versichert von Ameln.

Fälle wie diesen gibt es in jüngster Zeit häufiger. Um Zugang zu bestimmten Angeboten im Internet zu erhalten, sollen Kunden ihre Handynummer eintippen. Das Geld wird dann einfach über die Handyrechnung eingezogen.

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