Bezahlfernsehsender
Premiere übertrifft Abo-Ziel für die Bundesliga

Nach dem Neustart in die Fußball-Bundesliga hat Premiere sein erstes Etappenziel deutlich übertroffen. Der Bezahlfernsehsender kommt mit der Vermarktung der entsprechenden Abos schneller in Schwung als ursprünglich gedacht.

HB BERLIN. Per Ende August schloss der Münchener Sender 242 000 Bundesliga-Abonnements ab, wie Premiere-Chef Michael Börnicke am Mittwoch in Berlin bei der Internationalen Funkausstellung (Ifa) sagte. Als Ziel hatte sich Premiere 200 000 Abos bis Ende August gesetzt. Premiere hatte im Juli die Sublizenz für die Live-Übertragungen vom Rechteinhaber Arena erworben und in den ersten zwei Wochen danach allein 45 000 Bundesliga-Abos verkauft.

Von den 242 000 Bundesliga-Abonnements sind 54 000 neue Premiere-Kunden. 188 000 bereits bestehende Abonnenten hätten die Bundesliga dazu gebucht. Trotz des Erfolgs will Börnicke wie schon sein Vorgänger im Amt, Georg Kofler, die Prognose für die Abonnentenzahl nicht erhöhen. Nach wie vor erwartet er Ende des Jahres 3,7 Mill. Abonnenten. Per Ende Juni waren es 3,47 Millionen.

Arena hatte Premiere die Live-Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga ab der Saison 2006/07 weggeschnappt. In der Folge hatte Arena mit massiven Anlaufverlusten und Premiere mit einer Abwanderung seiner Abonnenten zu kämpfen. Die Rivalen vereinbarten daher eine Kooperation. Das Kartellamt hatte dagegen zwar Einwände, gestatte aber schließlich zähneknirschend einen Kompromiss. Arena gibt die Rechte an Premiere weiter, Premiere produziert die Bundesliga-Sendungen und stellt sie wiederum Arena zur Verfügung.

Die Vergabe der neuen Rechte ab der Saison 2009/2010 steht bereits Ende diesen Jahres an. Arena will nicht mehr mitbieten, was die Chancen von Premiere erhöht, sein Zugpferdes zu halten. Der Münchener Sender will sich dazu bis zu 250 Mill. Euro frisches Kapital an der Börse holen. "Wir rechnen mit einem Abschluss der Kapitalerhöhung im September oder Oktober", sagte Börnicke. Die Chancen auf mehr Exklusivität stiegen mit dem Finanzrahmen, fügte er hinzu. Große Zukäufe will Börnicke mit dem Geld nicht finanzieren. "Es gibt vielleicht den ein oder anderen kleinen Zukauf, aber nichts über zehn Mill. Euro."

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