Bild- und Grafikbearbeitung
Bei Corel Draw schlägt's 13

Ein Klassiker der Bild- und Grafikbearbeitung ist die Software Corel Draw. Zuletzt ist es um das Programmpaket des kanadischen Herstellers allerdings etwas still geworden. Jetzt ist jedoch die 13. Ausgabe der Software erschienen. Corel Draw X3 spricht dabei sowohl anspruchsvolle Hobby-Gestalter als auch Profi-Designer an.

HB FRANKFURT. Zu den eindrucksvollsten Neuerungen gehört die Möglichkeit, Bitmaps zu vektorisieren: Dabei werden Pixel-Fotos (jpg, tiff oder andere Formate) in mathematisch definierte Vektorgrafiken umgewandelt. Diese haben den Vorteil, dass sie beliebig skaliert, also ohne Qualitätseinbußen vergrößert oder verkleinert werden können. Dazu stellt Corel Draw einen eigenen Editor bereit, in dem die Detailgenauigkeit ebenso eingestellt werden kann wie das Ausmaß der Glättung von gekrümmten Kurven. Links wird das Originalfoto angezeigt, rechts das Ergebnis der Vektorisierung mit den jeweiligen Einstellungen. Auf Wunsch kann auch die Hintergrundfarbe des Fotos entfernt werden, so dass nur das grafische Motiv herausgelöst wird.

Die fertige Grafik kann dann frei weiterbearbeitet werden, etwa mit dem Hilfsmittel der "intelligenten Füllung": Dieses Werkzeug färbt alle von Linien begrenzten Flächen ein, auch solche, die durch Überlappungen mehrerer Objekte entstanden sind. Interessante Effekte ermöglicht das Hilfsmittel der "interaktiven Transparenz" - hier wird mit der Platzierung eines weißen und eines schwarzen Quadrats in einem Grafikobjekt bestimmt, in welche Richtung die Transparenz verlaufen soll. Weit reichende Möglichkeiten bietet auch die freie Gestaltung von Texten. Ein markierter Text wird dabei zum Beispiel gleich so angezeigt, wie er in den verschiedenen Schriftarten erscheint. Das Paket enthält dazu zahlreiche zusätzliche Fonts.

Das Grafikprogramm Draw eignet sich auch für die pixelgenaue Layout-Gestaltung. Vorlagen für Briefe, Broschüren, Visitenkarten oder CD-Hüllen helfen dabei, zu schnellen Ergebnissen zu kommen. Ein Hilfefenster am rechten Bildschirmrand zeigt Tipps zu den jeweils ausgewählten Tools an. Die fertigen Werke lassen sich als PDF exportieren, wobei jetzt auch Schutzfunktionen für den Zugriff oder die Weiterbearbeitung festgelegt werden können.

Begleitet wird Corel Draw von Corel Photo Paint für die Bildbearbeitung. Corel, das auch den Paint Shop Pro (PSP) übernommen hat, bemüht sich mit Photo Paint um den Spagat zwischen den Bedürfnissen von Hobby-Fotografen und gehobenen Ansprüchen. So finden sich hier sowohl automatische Korrekturoptionen als auch die Unterstützung von Ebenen und Kanälen. Unter der Vielzahl von Werkzeugen ragen die Möglichkeiten für den präzisen Umgang mit Masken heraus, die Bildausschnitte sauber aus ihrer Umgebung herauslösen. Besonders ausgefeilt wirken auch die Einstellungen für den Farbmodus eines Fotos. Mit dabei ist auch ein Tool für den Umgang mit Raw-Dateien, das gesondert installiert wird. Zwischenschritte der Bildbearbeitung können "eingefroren" und dann miteinander verglichen werden.

Abgerundet wird das Paket von einem "Font Navigator" zur Schriftenverwaltung, einem Werkzeug für Screenshots und drei Extra-CDs mit Schriften, Clipart und anderen Zugaben. Das ausführliche Handbuch in gedruckter Form wird begleitet von einem Schriften- und Clipart-Katalog sowie einer Broschüre mit Designer-Tipps.

Die Windows-Software (2000/XP) benötigt mindestens 256 MB als Arbeitsspeicher und belegt rund 500 MB auf der Festplatte. Die Vollversion von Corel Draw X3 kostet 599 Euro, das Upgrade gibt es für 299 Euro.

Internet: www.corel.de

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