Bilder gehen schnell verloren
Nachlässiger Umgang mit digitalen Fotos

Monat für Monat werden rund zwei Milliarden Bilder digital geschossen. Fast ein drittel der Fotografen speichern die Bilder dabei ohne Sicherung nur auf ihrem PC. Bei einem Festplatten-Crash ist die Bildersammlung weg.

hiz DÜSSELDORF. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) hat eine Studie vorgestellt, die zeigt, dass Hobbyfotografen leichtsinnig mit ihren digitalen Fotos umgehen. Jeden Monat werden in Deutschland rund zwei Milliarden digitale Schnappschüsse gemacht. Die Digitalfotografie hat hier zu Lande inzwischen mehr als 34 Millionen Anhänger. Allerdings speichern über 10 Millionen Nutzer ihre Bilder nur auf der Festplatte ihres Computers und knapp vier Millionen sogar ausschließlich auf der Speicherkarte ihrer Digitalkamera.

"Zwar wird die Qualität eines digitalen Bildes auch nach Jahrzehnten gleich sein, jedoch sollte jeder seine Daten richtig sichern, um sie auch in Zukunft finden und anschauen zu können", empfiehlt Dr. Ralph Hintemann, Bitkom-Experte für Datensicherung und Speichertechnologien. Denn Daten und Datenträger können durch Unachtsamkeit, Viren, Brände und technische Weiterentwicklung verloren gehen oder unbrauchbar werden.

Der Experte empfiehlt daher, die Daten auf mehreren Medien zu speichern. Es bietet sich an, die Bilder auf mehreren Festplatten in einem PC oder Netzwerk oder per USB-Schnittstelle auch auf einer externen Festplatte zu sichern. Außerdem sollten die Daten auf einem anderen Medium wie beispielsweise einer CD oder DVD abgelegt werden.

Vorteile bietet auch das Speichern im Internet. In zentralen Rechenzentren können die Anbieter solcher Lösungen die Daten effektiv und nutzer-freundlich sichern und archivieren. Der Anwender braucht sich keine Gedanken über die Art und Weise zu machen, wo und auf welchen Medien er seine Bilder abspeichert. Als weitere Möglichkeit zur Fotosicherung sehen die Fachleute auch den Ausdruck und die traditionelle Verwahrung in einem Fotoalbum. Zwar verspielt man die immens großen Vorteile der Digitalisierung, hat aber für den Fall der Fälle eine "Sicherungskopie".

Dann ist da noch das Problem mit der Vielzahl der Bilder, die nach längerer Zeit oft schwer wiederzufinden sind. Daher sollten die Bilder schon beim Abspeichern mit Hinweisen versehen werden, die später das Finden erleichtern. Diese Informationen können beispielsweise im Dateinamen oder unter "Eigenschaften der Datei" hinterlegt werden. Beispiele für solche Kriterien sind: Wann und wo wurde das Foto gemacht? Wer hat es gemacht? Was stellt das Foto dar? Was war der Anlass (z.B. Hochzeit, Urlaub, Firmenfeier)?

Da sich digitale Bilder relativ leicht verändern lassen, kann es sich lohnen, die Original-Bilder generell schreibgeschützt zum Beispiel auf CD oder DVD abzuspeichern und nur Kopien von ihnen zu bearbeiten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%