Bildschirmschoner entpuppt sich als Virus
Viren-Frust statt erotischer Lust

Ein neuer E-Mail-Wurm ist im Internet unterwegs, meldet der Provider Messagelabs. Er tarnt sich als Bildschirmschoner, der erotische Inhalte verspricht.

hiz DÜSSELDORF. Der Virus hat den Namen W32/Scold-MM. Wie seine Vorgänger kommt er als E-Mail-Anhang einher. Bei Aktivierung der als Bildschirmschoner getarnten Datei verschickt sich der Schädling an alle E-Mail-Kontakte, die er auf dem Rechner findet. Er ist dabei nicht darauf angewiesen, dass ein Mailprogramm wie Outlook aktiv ist. Der Virus hat ein eigenes Mailprogramm, eine so genannte SMTP-Engine. Diese sucht über die Netzwerkeinstellungen des Arbeitsplatzes ein Mail-Gateway, um sich selbst über das Internet zu verbreiten. Das neue Virus trat zuerst in Frankreich auf und ist derzeit vor allem in Großbritannien, Australien und Ägypten aktiv.

Die Betreffzeile soll den User auf eine erotische Spur leiten. Sie lautet etwa: "When it's cold outside she gives me warm inside". Der Name des Anhangs wird per Zufallsgenerator erstellt und wechselt bei jedem Versand. Der einzige Festpunkt ist die Dateierweiterung „.scr“, den Windows-Bildschirmschoner üblicherweise haben. Da Bildschirmschoner immer lauffähige Programme sind, die tief im Kern des Betriebssystems laufen, verfügt der Schädling über alle Rechte, die auch der jeweilige Anwender hat. Während die aktuelle Version des Schädlings nur den Zweck hat, sich selber zu verbreiten, könnten Nachfolger auch schädliche Programm-Codes mitbringen, die zum Beispiel alle Daten der Festplatte löschen.

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