Bildschirmtechnologie: Leuchtender Kunststoff liefert bessere Bilder

Bildschirmtechnologie
Leuchtender Kunststoff liefert bessere Bilder

Zwei Bildschirmtechnologien revolutionieren das Fernsehen der Zukunft. Neue Megamonitore liefern bessere Bilder und sparen Energie.
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DÜSSELDORF. Egal, ob im Mediamarkt oder beim TV-Fachhändler, wann immer Verbraucher derzeit ihre alten Flimmerkisten ersetzen, geht es um ein Thema: Flachbildfernseher - je größer desto besser. Die Flundern sind chic und schön und flach - und mega-in. Dank fallender Preise hat sich der Umsatz damit in Deutschland in den vergangenen beiden Jahren jeweils knapp verdoppelt, auf zuletzt gut zwei Milliarden Euro - 2006 verspricht ähnliche Zuwächse.

Auch auf der Cebit werden die bis zu 1,50 Meter großen Megamonitore daher auf den Messeständen von Acer bis Samsung, von LG bis Toshiba zu den Blickfängern zählen. Zumal sich die Hersteller speziell von der kommenden Fußball-WM einen zusätzlichen Absatzschub erwarten. "Die Nachfrage nach Geräten rund ums Heimkino treibt die Branchenkonjunktur", freut sich Rainer Hecker, Chef des deutschen Geräte-Produzenten Loewe.

Doch den beiden derzeit marktreifen Gerätetypen, LCD- und Plasmamonitoren, werden in Hannover aller Voraussicht nach zwei revolutionäre Displaytechnologien für die Produktion ultraflacher Riesenbildschirme die Schau stehlen. OLED und SED heißen die Zauberworte der Branche fürs Fernsehen der Zukunft. Die ersten Geräte-Prototypen mit den neuen Displays werden auf der Cebit bereits zu sehen sein.



Organic Light Emitting Diodes

Die Kürzel stehen für die Organic Light Emitting Diodes (OLED) und Surface Conduction Electron Emitter Display (SED). Das sind zwei grundverschiedene Technologien, die aber eine gemeinsame Eigenschaft eint: Sie lösen bestehende technische Probleme, unter denen die auf Flüssigkristallen basierenden LCD- und die Plasmamonitore leiden, bei denen UV-Licht farbige Phosphorzellen zum Leuchten bringt.

Denn auch der aktuelle Run auf die Großbildschirme kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass groß nicht immer großartig bedeutet. Zumindest hinter vorgehaltener Hand räumen auch die Hersteller ein, dass selbst die modernsten Flachmonitore in Sachen Farbtreue, Bildqualität und vor allem Reaktionsschnelligkeit zumindest gegenüber hochklassigen Röhrenbildschirmen noch zu wünschen übrig lassen.

So geraten insbesondere die LCD-Fernseher bei sehr schnellen Bewegungen des Bildes immer wieder ins Schwimmen. Mancher WM-Fan wird sich denn auch im Sommer verwundert die Augen reiben, wenn das runde Leder nach scharfem Schuss von Michael Ballack oder Miroslav Klose auf dem Flachdisplay zur schwarz-weißen Schliere verkommt, weil die Geschwindigkeit des Bildaufbaus mit der des Kicks nicht mithält. Die Riesenmattscheiben auf Plasmabasis wiederum enttäuschen zum Teil bei Farbtreue und Kontrastumfang des Bildes. Zudem sind sie extreme Stromfresser.

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