Bing-Suche
Microsoft will von Facebook wissen, was dem Nutzer gefällt

Microsoft ist daran interessiert, von Facebook zu erfahren, wann über 500 Millionen Internetnutzer den Gefällt-mir-Button drücken. Diese Daten wären für Bing von höchstem Interesse, weshalb der weltgrößte Softwarekonzern die Partnerschaft mit dem sozialen Netzwerk erweitern möchte.
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BERLIN. Facebook und Microsoft könnten ihre Suchpartnerschaft vertiefen. Boomtown, ein Blog des Wall Street Journals, berichtet aus informierten Kreisen, dass die beiden Unternehmen darüber verhandeln, ihre seit Jahren bestehende Zusammenarbeit in dem Bereich auszubauen.

Dabei werde auch darüber gesprochen, Microsofts Suchmaschine Bing anonymisierte Facebook-Nutzerdaten zur Verfügung zu stellen. Microsoft soll Interesse an den Ergebnissen des Gefällt-mir-Buttons von Facebook haben, den der Betreiber des sozialen Netzwerks über Kooperationen überall im Internet verbreitet. Mit den Daten könnte Bing seine Suchergebnisse mehr auf die Interessen der Nutzer zuschneiden - und Anzeigenkunden bessere Möglichkeiten bieten.

Facebook und Microsoft haben aber noch keinen Vertrag unterzeichnet. Die Verhandlungen könnten auch noch ergebnislos beendet werden, schreibt Boomtown.

Microsoft und Facebook haben bereits eine nichtexklusive Vereinbarung, nach der das soziale Netzwerk öffentliche Statusupdates als Suchergebnisse an Bing liefert. Suchergebnisse aus dem gesamten Internet bezieht Facebook ebenfalls von Bing, die beispielsweise zusätzlich zu Treffern aus der Personensuche in Facebook angezeigt werden. Die beiden Firmen arbeiten außerdem bei der Vermarktung der Onlinewerbung zusammen.

2007 hatte Microsoft für 240 Millionen US-Dollar 1,6 Prozent der Anteile an Facebook erworben. Das soziale Netzwerk wurde dabei mit 15 Milliarden US-Dollar bewertet. Google soll zu der Zeit vergeblich versucht haben, Microsoft zu überbieten.

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