Biobuthanol
BP investiert in neue Biotreibstoffe

Schon 2007 will der Energiekonzern BP den verbesserten Biokraftstoff Biobutanol auf den Markt bringen. Zusätzlich unterstützt BP mit einer großen Summe ein Institut für Pflanzenforschung.

LONDON/DÜSSELDORF. Der Energiekonzern BP treibt die Entwicklung und Erforschung einer neuen Generation von Bio-Treibstoffen voran. Gemeinsam mit dem US-Chemiekonzern Du Pont will das Unternehmen im kommenden Jahr in Großbritannien die erste Fabrik für Biobutanol in Betrieb nehmen. Der Treibstoff, der wie das heute gebräuchliche Ethanol aus Pflanzen gewonnen wird, hat verbesserte Eigenschaften und kann in größerem Maße Benzin beigemischt werden. Zugleich hat BP 500 Mill. Dollar für ein Institut bereitgestellt, das in den kommenden Jahren mit Hilfe der Biotechnologie neue umweltfreundliche Treibstoffe entwickeln soll.

Kurz- und mittelfristig sei die steigende Beimischung von Bio-Komponenten in herkömmliche Treibstoffe eine der wenigen realen Möglichkeiten, um weltweit den Ausstoß des CO2-Treibhausgases zu verringern, sagt BP-Chef Lord Browne. Auch ein Spitzenmanager eines anderen Ölkonzerns sagte jüngst, dass die Brennstoffzelle als alternativer Antrieb noch lange keine wirkliche Alternative sein werde.

Rund ein Fünftel der CO2-Treibhausgase wird im Verkehr freigesetzt. Der Einsatz von Biotreibstoffen wächst zwar rasch, doch sie machen derzeit noch keine zwei Prozent des weltweiten Treibstoffverbrauchs aus. Laut Prognosen könnte dieser Anteil jedoch auf 20 bis 30 Prozent steigen.

Um dies zu erreichen, muss allerdings die Herstellung von Biokraftstoffen von der Nahrungsmittelproduktion entkoppelt werden. Bislang wird Bioethanol beigemischt, der aus Getreide, Zuckerrüben, Mais oder Zuckerrohr gewonnen wird. Die kanadische Firma Iogen hat zwar ein Verfahren entwickelt, mit dem dieser Biokraftstoff auch aus Stroh und holzartigen Reststoffen gewonnen werden kann, doch für das Verfahren gibt es zurzeit nur eine Pilotanlage. Shell und Volkswagen untersuchen nun in einer Studie in wie weit dieser Kraftstoff der zweiten Generation das herkömmliche Bioethanol ersetzen kann.

Auch BP setzt seinen Kraftstoffen Bioethanol zu. Allein im vergangenen Jahr hat der Mineralölkonzern 2684 Mill. Liter beigemischt. Von dem neuen Biobutanol verspricht sich der Konzern vor allem Vorteile durch den höheren Energieanteil, den der Biokraftstoff gegenüber Bioethanol besitzt. Dadurch kann der Kraftstoffverbrauch des Gemischs gesenkt werden. Zudem könne Biobutanol Benzin in höheren Konzentrationen als existierende Biokomponenten beigemischt werden, ohne dass das Fahrzeug nachgerüstet werden muss.

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