Biometrische Bezahlsysteme
Das Ende des Plastikgeldes naht

Ein wunderbares Abendessen im Sternerestaurant – und am Ende stellt sich raus: Keine Brieftasche dabei. Schon in ein paar Jahren ist das womöglich kein Schreckenszenario mehr, sondern Alltag.

HB DÜSSELDORF. Wenn der Kellner die Rechnung bringt, legt der Gast nur noch kurz seinen Zeigefinger auf das mobile Lesegerät und bestätigt so den Zahlbetrag. Spesen und Trinkgeld werden umgehend dem Kreditkartenkonto belastet.

Banken und Kreditkartenfirmen arbeiten längst mit Hochdruck daran, die Plastikkarte überflüssig zu machen. Eigentlich hat das bunte Rechteck mit den eingeprägten Zahlenkolonnen nur einen Zweck: Den Inhaber zu identifizieren und den Bezahlvorgang zu vereinfachen. In Kombination mit der Unterschrift wird die Lastschrift autorisiert.

Genau das soll in Zukunft deutlich einfacher und bequemer werden. Ein Fingerabdruck oder Blick in den Iris-Scanner könnte dann ausreichen, um den Kunden zweifelsfrei zu identifizieren. Besser und zuverlässiger als heute. Biometrische Verfahren sind mittlerweile so ausgereift und auch vergleichsweise erschwinglich, dass sie problemlos am „Point of Sale“ zum Einsatz kommen können, also in Geschäften, Boutiquen und Restaurants.

Da kündigt sich die zweifellos größte Veränderung seit Einführung der Kreditkarte in den 50er-Jahren an. Zum ersten Mal wird ernsthaft über die Abschaffung der Karte an sich nachgedacht. Bislang wurden eher Variationen ausprobiert, etwa Kreditkarten mit eingebautem Smart-Chip. Doch nun testen Visa und Mastercard ausgiebig Geräte und Lösungen, die ganz ohne Karte auskommen. Namhafte Unternehmen wie IBM, Sun Microsystems, Philips oder Sony tüfteln an entsprechenden Konzepten und Geräten. Die Zeit drängt: Experten schätzen, dass die neuen Bezahlverfahren bereits in fünf Jahren einigermaßen etabliert sein könnten.

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