Bis zu 30000 Dollar Strafe drohen
US-Filmindustrie attackiert Tauschbörsen

Der Verband der Amerikanischen Filmindustrie, die Motion Picture Association of America (MPAA), überzieht Nutzer von Filmtauschbörsen, die sich urheberrechtlich geschützte Filme aus dem Internet verschaffen, mit einer Klagewelle.

HB LOS ANGELES/NEW YORK. Anwälte der MPAA haben am Dienstag die erste Serie von Klagen gegen die illegale Verbreitung von Filmen im Internet eingereicht. "Die Klagen sind Bestandteil unserer Strategie zum Schutz unserer Geschäftsgrundlagen”, sagte Matt Grossman, Sprecher der Organisation.

Im Rahmen des Kampfes gegen die Verbreitung von Raubkopien kündigte die MPAA auch den Einsatz von Spionageprogrammen an, mit sich auf Rechnern Filme, Musikstücke und auch File-Sharing-Programme aufspüren lassen sollen.

Die MPAA eifert mit den Klagen dem Vorgehen der Musikindustrie nach, die ebenfalls mit Prozessen versucht, die illegale Verbreitung von Musikstücken einzudämmen.

Es war zunächst nicht bekannt, wie viele Klagen die MPAA einreichte. Die Nachrichtenagentur AP berichtet von drei Klagen, die in St. Louis und Denver eingereicht wurden. Die zwei in Denver richten sich gegen insgesamt 22 Personen, die Klage in St. Louis gegen 18 Personen. Namentlich wird zunächst niemand genannt. Es sind Klagen gegen unbekannt. Die Namen der Beschuldigten sollten später ermittelt werden, erklärten die Filmstudios.

Bis zu 30.000 Dollar Strafe drohen

Im Gegensatz zur Musik- will die Filmindustrie die Strafverfolgung nicht aussetzen, wenn die Beschuldigten ihre illegalen Handlungen eingestehen. Im Gesetz sind Strafen von bis zu 30.000 Dollar für jeden über das Internet getauschten Film vorgesehen.

Die MPAA verteidigte die Haltung, nicht die Zahl der Beklagten zu nennen. „Es ist nicht wichtig“, sagte der für den Kampf gegen Raubkopien zuständige MPAA-Direktor John Malcolm. „Es ist egal, ob es zehn oder 500 Klagen sind. Es geht darum, dass es nirgends einen sicheren Platz gibt.“

Die MPAA will auf ihrer Web-Site auch ein Programm für Windows-Rechner anbieten, mit sich illegale Filme, Musikstücke und auch File-Sharing-Programme auf Computern aufspüren und entfernen lassen. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Auf der Web-Site wird über den Urheberrechtsschutz informiert.

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