Blogs und Podcasts
Frankfurter Buchmesse entdeckt das Web 2.0

Die nicht mehr ganz so neuen elektronischen Medien haben bereits seit 1993 einen festen Platz auf der Frankfurter Buchmesse. Seit diesem Jahr hat auch der Trend des „Mitmachnetzes“ auf der Messe Einzug gehalten: Im „Web 2.0 Wohnzimmer“ können Besucher der Messe Bloggern und Podcastern bei der Arbeit zuschauen und selbst kommentieren.

HB FRANKFURT. Eigentlich ist es ein alter Hut: Schon seit 1993 sind digitale Medien mit einer eigenen großen Ausstellungsfläche auf der Frankfurter Buchmesse vertreten. Inzwischen sind sie fester Bestandteil der größten Bücherschau der Welt geworden. Nach Angaben der Branche sind 30 Prozent der in Frankfurt ausgestellten Produkte digital; Grund genug, die Digitalisierung zu einem Schwerpunkt der Messe zu machen. Verleger und Buchhändler haben längst gelernt, mit der Konkurrenz zu leben - oder gar Profit daraus zu schlagen.

„Die alte Angst, elektronische Medien könnten das Buch verdrängen und weite Geschäftsfelder der Verlage zerstören, sitzt den Verlegern längst nicht mehr so tief in den Knochen“, erklärte Buchmesse-Direktor Juergen Boos. „Bei nüchterner Betrachtung fällt gar auf: Elektronische Medien erhöhen den Umsatz, auch den mit Büchern.“

Tatsächlich steht die Buchbranche derzeit so gut wie lange nicht mehr da: Zum dritten Mal in Folge erwirtschaftete sie im vergangenen Jahr ein Plus. 2006 waren es 1,1 Prozent; dieses Jahr könnte der Zuwachs noch deutlich höher ausfallen, wie der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Gottfried Honnefelder, ankündigte.

Bücher beziehungsweise Hörbücher sind also weiterhin im Trend; eine Konkurrenz durch das sogenannte E-Book ist nach wie vor nicht in Sicht - auch wenn die Industrie weiter daran arbeitet. „Texte auf einem Display stellen für die Leserschaft keinen Genuss dar“ erklärte Bodo Franzmann von der Stiftung Lesen. „Romane werden lieber in einer ruhigen Ecke, mit dem Buch in der Hand, geschmökert.“

Allerdings verändern sich die Vertriebswege der Produkte. Sie werden immer häufiger online erworben; 2006 lag dieser Anteil bei elf Prozent. In einer Branchenumfrage der Buchmesse erklärte knapp ein Viertel der Befragten, in 50 Jahren werde es ihrer Ansicht nach keine Buchläden mehr geben. Dagegen waren nur vier Prozent der Ansicht, Verlage könnten bis dahin überholt sein.

Seite 1:

Frankfurter Buchmesse entdeckt das Web 2.0

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%