BlueGene/L weiter Spitze
Europa fällt im Supercomputer-Ranking zurück

Alle 6 Monate wird die Rangliste der weltweiten Supercomputer erstellt. Dabei ist Europa diesmal zurückgefallen. An der Spitze behauptet sich sowieso weiter unangefochten ein Rechner aus den USA.

HB FRANKFURT. Wie aus der Ende Juni veröffentlichte Liste der Top 500 hervorgeht, schafften es aus Europa nur noch 83 Systeme in diese Aufstellung, nachdem es sechs Monate zuvor noch 100 Supercomputer waren. In Deutschland ist der Rückgang von 24 auf 17 Systeme im gleichen Zeitraum sogar noch dramatischer, wie die Organisatoren mitteilten. Asien konnte hingegen seinen Anteil von 66 auf 93 Systeme ausbauen.

Angeführt wird die Liste weiter von einem BlueGene/L-System, das von IBM, dem US-Energieministerium und der Nationalen Atomsicherheitsbehörde der USA (NNSA) entwickelt wird. Der Rechner, der im Lawrence Livermore Labor in Kalifornien steht, erreicht eine Leistung von 280,6 Teraflops (Billionen Rechenoperationen pro Sekunde). Die USA sind auch weiter mit 298 der 500 installierten Systeme klar die weltweite Nummer 1 auf dem Feld der High Performance Computer (HPC) Systeme.

Das größte System in Europa ist die neue weltweite Nummer fünf und gehört dem französischen Atomenergieministerium. Das Forschungszentrum Jülich (FZJ) erreichte mit seinem BlueGene-System den achten Platz, es ist das zweitgrößte System Europas.

Die Top 500 Liste (www.top500.org) wird von Hans Meuer von der Universität Mannheim, Erich Strohmaier und Horst Simon vom Forschungszentrum NERSC am Lawrence Berkeley Labor sowie Jack Dongarra von der Universität Tennessee erstellt.

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