BMW.de und Ricoh.de entfernt: Google räumt Index gnadenlos auf

BMW.de und Ricoh.de entfernt
Google räumt Index gnadenlos auf

Google lässt die Muskeln spielen: Die deutsche Webseite des Autoherstellers BMW ist bei der führenden Internet-Suchmaschine aus dem Suchindex rausgeflogen. Die Münchener sehen das jedoch relativ gelassen.

HB HAMBURG/MÜNCHEN. Die Adresse www.bmw.de und ihre verschiedenen Bereiche waren bereits am Sonntag nicht mehr direkt über die Suchmaschine Google auffindbar, während andere Konzernseiten wie www.bmw.com weiterhin in den Ergebnissen auftauchten. Zur Begründung hatte es geheißen, es sei versucht worden, Google-Suchergebnisse zu manipulieren. Ziel sei gewesen, in der Trefferliste bei Google möglichst weit nach oben zu rutschen.

Der Münchener Autobauer will den Vorfall nicht zu hoch bewerten, zugleich sei man aber auch etwas erstaunt darüber, nicht von Google im Vorfeld informiert worden zu sein, sagte Konzern-Sprecher Markus Sagemann gegenüber Handelsblatt.com. Die von Google kritisierten sogenannten "Doorway-Pages" seien nicht prinzipiell Spam, der Suchmaschinenbetreiber müsse das schon differenzierter betrachten. Über Doorway-Pages leiten Anbieter ihre Nutzer oder Suchmaschinen bei speziellen Schlagworten auf andere Seiten weiter. BMW habe diese Seiten eher als technisches Hilfsmittel und Service für BMW-Interessenten gesehen. "Wir haben gehalten, was wir auf unseren Doorway-Pages versprochen haben, und unsere Nutzer nicht in die Irre geführt", betonte Sagemann.

Google-Sprecher Stefan Keuchel erklärte hingegen gegenüber Handelsblatt.com, BMW.de sei wegen "übelstem Spam" vom Index genommen worden. Man hätte insgesamt schon zulange tatenlos zugesehen und jetzt eine Qualitätsoffensive gestartet, die den Index bereinigen soll. Vorgewarnt werde dabei niemand, egal wie groß der Betreiber einer Internetseite ist. "Wer spamt fliegt raus, wir nehmen das sehr ernst", betonte Keuchel. So sei auch Ricoh.de ausgelistet worden.

Der zuständige Google-Softwareingenieur Matt Cutts schrieb auf seiner Internetseite, es sei bei dem Autobauer versucht worden, Suchergebnisse zu Gunsten der Seiten von BMW.de zu manipulieren. Will BMW nun mit der Adresse BMW.de in den Google-Index wieder aufgenommen werden, muss ein entsprechender Antrag beim zuständigen „Webspam“-Team gestellt werden, sagte Google-Sprecher Keuchel. Darin müsse versichert werden, dass die bemängelten Seiten bereinigt wurden und es in Zukunft keine Manipulationsversuche mehr geben werde. Der BMW-Sprecher erklärte weiter, man befinde sich bereits im Gespräch mit dem Suchmaschinenbetreiber und sei zuversichtlich, bald wieder mit BMW.de bei Google gelistet zu sein. Die entsprechenden Seiten wurden schon am Donnerstag vom Netz genommen, hieß es.

Wirtschaftlich dürfte der Vorfall für BMW kaum Folgen haben. Nur 0,4 Prozent der Nutzer von BMW.de kamen im Januar über Google. Die deutliche Mehrheit von über 80 Prozent gebe die Internetadresse www.bmw.de direkt ein, sagte Sagemann.

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