Boom der flachen Fernseher ungebrochen
Flachbild-TV ist der IFA-Star

Die Zeit der Beschaulichkeit ist in der Unterhaltungselektronik endgültig vorbei. Die Branche hat sich vor allem mit neuen Flachbildschirmen und einer Vielzahl digitaler Unterhaltungsgeräte zu einem boomenden Wirtschaftszweig gemausert.

HB BERLIN. Flachbild-Fernseher aller Arten sowie Projektions-Geräte gehören derzeit zu den Stars der Unternehmen. Und der Absatz steigt trotz anderenorts tief greifender "Geiz-ist-geil"-Mentalität. Der Umsatzanteil mit Plasma-, Flüssigkristall (LCD)- und Projektions- Fernsehern hat nach Angaben der Gesellschaft für Unterhaltung und Kommunikationselektronik (gfu) in diesem Jahr erstmals die Erlöse mit traditionellen Röhren-Geräten übertroffen.

Nach der Internationalen Funkausstellung in Berlin wird ein weiterer Schub erwartet. "Durch die Impulse der Funkausstellung und das Weihnachtsgeschäft, das durch vorgezogene Käufe im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft als sehr umsatzstark eingeschätzt wird, erwarten wir eine Fortsetzung dieses Trends, der weit in das Jahr 2006 hineinreichen wird", sagt Rainer Hecker, Vorstandsvorsitzender der Loewe AG. Und die Produktion läuft auf Hochtouren. Zum Teil kommen die Unternehmen bereits heute kaum mit der Fertigung hinterher, die in der Regel in Asien vonstatten geht.

Zuletzt hatte der Elektronikkonzern Sharp Anfang August angekündigt, wegen stark steigender Nachfrage nach Flüssigkristall- Bildschirmen (LCD) für Fernseher die Produktion um ein Fünftel zu steigern. Dafür soll die Fertigstellung einer für den Herbst 2006 geplanten Produktionsstraße deutlich vorgezogen werden, da ansonsten Lieferengpässe drohen. Der Umsatz mit LCD-Fernsehgeräten habe sich im ersten Halbjahr 2005 verdreifacht, bei Plasma-TVs mehr als verdoppelt, sagt Hecker, der auch gfu-Aufsichtsratsvorsitzender ist.

Ob Plasma, LCD oder Projektion - die meisten Unternehmen haben derzeit zahlreiche Varianten im Portfolio. Längst sind auch erste Schwierigkeiten bei der Produktion etwa von Flüssigkristall- Bildschirmen mit größerem Durchmesser überwunden. Plasmabildschirme gibt es unterdessen in nahezu Wand füllenden Formaten, LCD-Panels mit Diagonalen bis zu rund einem Meter. Projektoren werden dagegen immer kleiner - und leistungsfähiger. Toshiba wird zur IFA in Berlin aller Voraussicht nach einen völlig neuartigen LED-Projektor mit im Gepäck haben, der etwa die Maße einer kleinen Brotdose hat. Das komplett geräuschlose Gerät wird mit Akkus betrieben und benötigt weder Lampen noch eine Kühlung.

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