IT + Internet
Botschafts-Baupläne per Computervirus ausspioniert

Ein Schweizer Unternehmen ist laut einem Pressebericht Opfer eines schweren Falls von Industriespionage geworden. Israelische Privatdetektive seien mit Hilfe eines Computervirus in die Rechner der auf den Bau von Botschaftsgebäuden spezialisierten Firma eingedrungen.

dpa TEL AVIV. Ein Schweizer Unternehmen ist laut einem Pressebericht Opfer eines schweren Falls von Industriespionage geworden. Israelische Privatdetektive seien mit Hilfe eines Computervirus in die Rechner der auf den Bau von Botschaftsgebäuden spezialisierten Firma eingedrungen.

Das berichtete die Tageszeitung „Jedioth Achronoth“ am Dienstag unter Berufung auf die Polizei in Tel Aviv. Die Spione hätten geheime Bau- und Sicherheitspläne mehrerer diplomatischer Vertretungen in Afrika gestohlen.

Diese Informationen könnten eine ernsthafte Sicherheitsgefahr für die betroffenen Botschaften bedeuten, falls sie in die Hände von Verbrechern oder Terroristen gelangten, schrieb das Blatt. Auch andere ausländische Firmen seien auf diese Weise ausspioniert worden.

Dem Bericht zufolge verschafften sich die Spione mit Hilfe eines so genannten Trojaners Zugriff auf die Computer des Unternehmens. Die erbeuteten Daten wurden zusammen mit gestohlenen Dokumenten aus Computern führender israelischer Unternehmen auf Rechnern in Deutschland und Großbritannien gefunden. Elf Verdächtige wurden festgenommen. Mehrere Manager wichtiger israelischer Firmen stehen im Verdacht, möglicherweise Auftraggeber der Spione zu sein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%