Branchenverband Bitkom rechnet in den nächsten Jahren mit kleinem aber stabilem Wachstum bei Umsatz und Stellen
IT-Industrie wird wieder zum Jobmotor

Gute Nachrichten für den gebeutelten Arbeitsmarkt in Deutschland: Die IT-Industrie wird in den nächsten Jahren neue Stellen schaffen. Der Branchenverband Bitkom versprach gestern im Vorfeld der heute beginnenden Computermesse Cebit 10 000 neue Stellen für 2005. Auch im kommenden Jahr erwarte man neue Arbeitsplätze.

HANNOVER. Die Prognose des Bitkom markiert eine Trendwende. In den zurückliegenden Jahren hatten die Firmen der Informationstechnologie und Telekommunikation (ITK) die Kosten gedrückt und Stellen abgebaut. Zwar geht Bitkom-Präsident Willi Berchtold davon aus, dass im Zuge von Verkäufen oder Reorganisationen weiter Arbeitsplätze in Deutschland verloren gehen werden. Aber: "Zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 entstehen in der Branche per Saldo zusätzliche Jobs", sagte er.

Auch die IG Metall deutet eine Trendwende an, wenngleich die Gewerkschaft sich nicht ganz so weit vorwagt. Die Arbeitnehmervertreter gehen davon aus, dass zumindest so viele neue Stellen entstehen, wie an anderer Stelle abgebaut werden. Im Saldo werde die Zahl der Beschäftigten in der ITK-Branche in Deutschland bei rund 700 000 stagnieren.

Hintergrund der Zuversicht ist die wachsende Nachfrage nach Computern, Software, Dienstleistungen und Telekommunikationsdiensten. Der Bitkom prognostiziert für dieses Jahr unter dem Strich ein Wachstum der deutschen ITK-Unternehmen von 3,4 Prozent auf 135 Mrd. Euro. "Im kommenden Jahr wird es nach Bitkom-Berechnungen bei 3,1 Prozent liegen", sagte Berchtold.

Er erhofft sich sowohl von den Unternehmen als auch von den Konsumenten den nötigen Schwung. "Die Menschen sind wieder begeistert von modernen Technologien", sagte er. So soll die Zahl der Menschen mit einem schnellen DSL-Internetzugang bis Ende 2005 auf rund neun Millionen steigen. Auch die mobile Breitbandvariante UMTS werde sich endlich durchsetzen. Die Zahl der Anwender soll sich von 250 000 zu Jahresbeginn auf 2,5 Millionen verzehnfachen.

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