Breitband-Technik macht Kupferkabel zur IT-Autobahn
Alles aus einer Dose: Telefon, Internet, TV

Die Idee ist alles andere als neu - Ende der 90er Jahre träumten die Betreiber von Fernsehkabelnetzen schon von einer Kombination aus drei Produkten: TV-Empfang, Internet und Telefonanschluss wollten sie aus einer Hand und über ein Kabel anbieten.

HB DÜSSELDORF. Die Unternehmen investierten exorbitante Summen in diese Idee und blieben auf riesigen Schuldenbergen sitzen. Denn das Platzen der Technologieblase im Jahr 2000 bereitete ihren Plänen ein abruptes Ende.

Jetzt erlebt diese Idee einen zweiten Frühling - mit einem Unterschied. Es sind in Europa nicht mehr die Fernsehkabelnetzbetreiber allein, sondern in zunehmenden Maße auch Telekomkonzerne, die den Dreisprung aus Telefon, Internetanschluss und TV propagieren - und der soll ihnen Wachstum und neue Umsatzquellen bringen. "Triple Play" heißt der Trend im Branchenjargon, und er ist einer der Schwerpunkte auf der Cebit. "Dem Triple Play gehört die Zukunft: Der Kunde will Telefon, Internet und Unterhaltung aus einer Hand", sagt Deutsche-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke. Er beschloss, die börsennotierte Internettochter T-Online wieder in den Konzern zu integrieren. Das Ziel: das Zusammenspiel von Festnetz, Internet und Unterhaltung besser zu koordinieren.

Die technischen Voraussetzungen dafür schafft die DSL-Technologie, die in der traditionellen Telefonleitung Platz macht für das Surfen im weltweiten Datennetz, die Übertragung von Fernsehprogrammen und das gleichzeitige Telefonieren nach den Regeln des Internet. "Breitbandtechnik" ist daher eine Umschreibung für DSL.

Heute schon nutzen in Deutschland mehr als sechs Millionen Haushalte einen schnellen Internetzugang via DSL - drei Mal so viele wie noch 2001. Bis 2010 sollen es knapp 17 Millionen sein. Einige Hunderttausend Kunden führen heute auch ihre Telefonate schon über den DSL-Anschluss.

Künftig sollen höhere Übertragungsraten auch den reibungslosen TV-Empfang ermöglichen. Derzeit bieten Unternehmen wie Arcor und Hansenet ihren DSL-Kunden bereits Videofilme zum Herunterladen an. Die Vorführung startet allerdings mit Zeitverzögerung, denn vor der Wiedergabe muss der Nutzer den Film auf seinen Computer laden.

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