Britische Polizei geht gegen Phising-Mail Bande vor
Mail-Betrüger gefasst

Die britische Polizei hat einen Schlag gegen eine "Phishing"-Bande, die betrügerische Mails verschickt hat, ausgeführt. Als vermeintlicher Absender wurden Online-Banken angegeben, um die Zugangsdaten von Kunden zu ergattern.

hiz DÜSSELDORF. Die britische National Hitech Crime Unit (NHTCU) hat zwölf Personen festgenommen, die unter Verdacht stehen, Mitglieder einer Phishing-Bande zu sein. Die sechs Männer und sechs Frauen stammen nach Angaben aus Estland, Lettland, Litauen, Russland und der Ukraine. Sie sollen Bankkonten-Daten von Computer-Nutzern ausspioniert haben. Das betrügerische Erfassen von Bankdaten im Internet wird auch „Phishing“ genannt, ein Ausdruck, der sich aus „Password“ und „Fishing“ zusammensetzt.

Laut englischen Medienberichten soll die Polizei Computer, Passwörter, Scheckbücher, Bankkarten und große Mengen an Kokain bei mehreren Adressen in London und Ramsgate in Kent beschlagnahmt haben. Erst in der vergangenen Woche hatte die britische NHTCU einen 21-jährigen Mann in Lancashire verhaftet. Es hieß, dass dies die erste Festnahme in Zusammenhang mit Phishing in Großbritannien gewesen sei.

Organisierte Kriminelle versuchen auf der ganzen Welt, Internetnutzern das Geld vom Online-Konto zu stehlen. „Leider können E-Mail-Nutzer solchen Betrügern schnell zum Opfer fallen. Bei E-Mails, die dazu einladen, die persönlichen Bankdaten preiszugeben, sollten Anwender äußerst misstrauisch sein. Auch wenn die Website, die sie dazu besuchen sollen, wie eine echte Online-Bank aussieht oder sie den Banknamen kennen, stecken zumeist Internetbetrüger dahinter“, warnt Gernot Hacker von Sophos.

Nach Angaben der Experten versuchten die jüngsten Phishing-Attacken, sich als E-Mails von bekannten Banken wie Wells Fargo, Nationwide, NatWest, Barclays, Westpac und Halifax auszugeben.

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