Browserkampf
Apple bessert Safari nach

Der Wettbewerb um den besten Internetbrowser geht in die nächste Runde. Nach den Testversionen des neuen „Internet Explorer 8“ und des „Firefox 3.0“ (Beta 4) steht jetzt mit der Version 3.1 das jüngste Update des Internet-Browsers „Safari“ für PC und Mac zum Download bereit.

DÜSSELDORF. Apple hat eine Reihe kritischer Fehler und Sicherheitslücken beseitigt, die bei den ersten PC-Testversionen für erhebliche Verstimmung bei vielen Nutzern geführt hatten. Der Kampf um Browser-Marktanteile hat sich mit dem Einzug von Web-basierter Software wieder deutlich verschärft. Mittlerweile wachsen die früheren „Webseitenbetrachter“ zu ausgewachsenen Betriebssystemen heran, die eigenständig Programme abarbeiten.

Den „Safari“ gibt es erstmals in der Windowsversion auch in deutscher Sprache. Doch noch ist der weltweite Marktanteil des Apple-Browsers laut der Online-Researcher von Netappliances mit rund 5,6 Prozent (Apple- und PC-Versionen zusammen) recht bescheiden. Aber immerhin lag er damit Ende 2007 schon auf dem dritten Platz hinter dem „Internet Explorer“ von Microsoft und „Firefox“ vor „Opera“, „Mozilla“ oder (dem inzwischen eingestellten) „Netscape“, die alle unter ein Prozent lagen.

Der neue „Safari“ setzt vor allem auf Geschwindigkeit: Webseiten werden laut Apple bis zu 1,9 mal so schnell wie mit einem „Internet Explorer 7“ aufgebaut und bis zu 1,7 mal so schnell wie „Firefox 2“. Die Unterstützung von JavaScript sei bis zu sechs mal schneller als bei anderen Browsern.

Inzwischen hat „Firefox“ aber mächtig aufgeholt. Mit der aktuellen Beta 4 von „Firefox 3“ laufen laut Mozilla-Foundation Anwendungen wie Google-Mail schon doppelt so schnell wie mit „Firefox 2.0“. Insgesamt sollen über 900 Verbesserungen (sprich Fehlerbereinigungen) gegenüber der Beta 3 eingebaut sein. Wer die schon nutzt, sollte zur Beta 4 updaten. „Firefox“ hat jetzt auch eigene Vista-spezifische Icons, die die Arbeit mit dem aktuellen Betriebssystem von Microsoft angenehmer machen sollen.

Sowohl „Safari“ als auch „Firefox 3“ und „IE8“ setzen verstärkt auf eine bessere Integration von multimedialen Inhalten und interaktiven Web2.0-Features. Mit Funktionen wie „Webslices“ im IE 8 lassen sich jetzt einzelne Bereiche einer Webseite markieren und zum regelmäßigen Update vormerken – selbst wenn man auf andere Seiten weitersurft.

Alle neuen Browser wollen eine optimierte Unterstützung von neuen Standards wie CSS 2.1 bieten, was die Arbeit der Web-Programmierer deutlich erleichtern würde. Sie müssen ihre Seiten dann nicht mehr für einzelne Browser „optimieren“.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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