BSI lässt Open-Source-E-Mail-Client weiterentwickeln: E-Mails verschlüsseln und signieren

BSI lässt Open-Source-E-Mail-Client weiterentwickeln
E-Mails verschlüsseln und signieren

Ein kostenfreies E-Mailprogramm unterstützt verschlüsselte Kommunikation. Dadurch wird die Spionage via Internet erschwert. Die Bundesverwaltung prescht beim Einsatz dieser Lösung vor.

hiz DÜSSELDORF. Unter der Federführung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wurde das freie E-Mail-Programm KMail durch Sicherheitskomponenten erweitert. Benutzer können ihre Kommunikation zukünftig direkt verschlüsseln und signieren. Dazu wurde die grafische Benutzerführung von KMail innerhalb des freien Software-Projekts "Ägpyten-2" überarbeitet. Der neue Zertifikatsmanager mit dem klangvollen Namen "Kleopatra" unterstützt dazu jetzt die S/MIME-Verschlüsselungsstandards. Hintergrund für das Projekt des BSI ist die Verfügbarkeit freier Arbeitsplatz-Systeme als Alternative zu proprietären E-Mail Systemen wie zum Beispiel Microsofts Outlook. Damit stehen für Privatleute und Unternehmen kostenfreie E-Mail-Programme zur Verfügung, die mit allen gängigen kommerziellen Produkten Mails austauschen können.

"Die Umsetzung des Projekts Ägypten-2 ist ein weiterer Beitrag, die Software-Vielfalt zu fördern", erklärt Dr. Udo Helmbrecht, Präsident des BSI. "Unser Ziel ist es, Erweiterungen für ein freies Arbeitsplatz-System zu schaffen, die Freie Software zu einem alternativen Desktop für Behörden und Unternehmen zu machen. Das bedeutet auch, dass die Technik entsprechend benutzerfreundlich sein muss."

Das BSI setzt das mit den überarbeiteten Krypto-Komponenten versehene KMail intern ein, um eine interoperable sichere E-Mail-Kommunikation über unterschiedliche Betriebssysteme hinweg zu ermöglichen. Bei den zuvor durchgeführten Sphinx-Interoperabilitätstests hatte KMail eine verlässliche Kommunikation mit proprietären Produkten bewiesen. "Diese Tests bilden die Voraussetzung für die Beschaffung von Software innerhalb der Bundesverwaltung", betont Helmbrecht, "Der Aufbau entsprechender Public-Key-Infrastrukturen (PKI) in der Bundesverwaltung setzt schließlich auch voraus, dass alle Teilnehmer die E-Mails aller anderen prüfen und lesen können."

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