BSI warnt vor Trittbrettfahrern
Zwei neue Computer-Würmer aufgetaucht

Zwei neue Computerviren, ein guter und ein böser Wurm, verunsichern die Surfer. Das „gute“ Programm „Welchia“ durchstreift das Internet wie ein weißer Ritter, das "böse" spioniert Passwörter aus.

hsn DÜSSELDORF. Sicherheitsexperten berichten über zwei neue Computerviren: einen guten und einen bösen Wurm. Das „gute“ Programm „Welchia“ durchstreift das Internet wie ein weißer Ritter. Es entfernt den vor gut einer Woche aufgetauchten Wurm „W32.Blaster“ („Lovesan“) wieder vom Computer. Zudem schließt es die Sicherheitslücke in den Versionen Windows „2000“ und „XP“.

Während „Welchia“ nach derzeitigem Wissen keinen Schaden anrichtet, spioniert ein anderer Wurm, der sich über E-Mail auf allen gängigen Windows-Plattformen verbreitet, Passwörter aus. Die E-Mail hat als angebliche Absender-Adresse „security@microsoft. com“ und behauptet, im Anhang ein wichtiges Reparaturprogramm von Microsoft – ein so genanntes Patch – zu beinhalten. Das Ausführen des Anhangs setzt jedoch den Trojanerwurm „Dumaru“ frei.

„Die Verbreitung des Wurms ist sehr hoch, da viele Anwender, die durch den Blaster-Wurm verunsichert sind, den Anhang ausführen“, schreibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im Internet unter www.bsi.bund.de. Das BSI warnt dringend davor, solche Anhänge zu öffnen, da sie Schadfunktionen enthalten können. „Microsoft verschickt grundsätzlich keine ausführbaren Dateien oder Patches per E-Mail“, schreibt das BSI.

Beide Computerviren sollten umgehend beseitigt werden. Obwohl der unbekannte Autor des Wurmes „Welchia“ wahrscheinlich gute Absichten verfolgt, halten Sicherheitsexperten dessen Verbreitung für eine schlechte Idee. So warnt das BSI davor, dass der weiße Ritter „Welchia“ versuchen könnte, den Windows-Patch in einer falschen Sprache zu installieren. Außerdem könnte es durch einen fehlerhaften Code im Wurm zu Störungen der Internet-Verbindungen kommen.

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