Buchhaltungsprogramme für die elektronische Kommunikation vorbereitet
Buchhaltung spricht mit Elster

Ab 2005 muss etwa die Umsatzsteuer-Voranmeldung elektronisch an das Finanzamt übermittelt werden. Dazu muss die Software mit dem Datenübermittlungsverfahren der deutschen Steuerverwaltung (Elster) kommunizieren können.

hiz DÜSSELDORF. Der Business-Software-Anbieter Sage hat neue Versionen der Buchhaltungsprogramme GS-FiBu für die Finanzbuchhaltung und GS-EAR für die Einnahme-Überschuss-Rechnung vorgestellt. Dabei wurde berücksichtigt, dass die elektronische Kommunikation mit den Finanzämtern zunehmend an Bedeutung gewinnt.

In den nächsten zwölf Monaten ergeben sich einige Änderungen bei den Steuern und im Rechnungswesen. Ab 2005 muss etwa die Umsatzsteuer-Voranmeldung (UStVA) oder der Antrag auf die Dauerfristverlängerung elektronisch an das Finanzamt übermittelt werden. Dazu wird das Elster-System benutzt. Dies ist in den neuen Versionen von GS-FiBu und GS-EAR Comfort implementiert.

Elster (Elektronische Steuererklärung) ist ein Projekt der deutschen Steuerverwaltung, das die sichere elektronische Übermittlung von Steuerdaten zum Ziel hat. Neben den Steuerberatern erstellen immer mehr Bürger ihre Steuererklärungen am Computer. Bei dieser Gelegenheit werden die Daten für den Ausdruck der Steuererklärungsformulare elektronisch erfasst. Diese bereits erfassten elektronischen Daten will die Steuerverwaltung zur Weiterverarbeitung in den Rechenzentren der einzelnen Bundesländer nutzen.

Das Elster-Verfahren wird immer weiter auf alle steuerlich relevanten Daten ausgedehnt. Zu den bereits realisierten Bereichen zur Übermittlung von Jahressteuererklärungsdaten (Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer), Lohnsteueranmeldungen und Umsatzsteuer-Voranmeldungen und der Bereitstellung von Einkommensteuerbescheiddaten ist geplant, das Verfahren auf weitere Steuerarten und die Einbeziehung von Steuerbescheinigungen (Kapitalertragsteuern, Vermögenswirksame Leistungen etc.) sowie notwendige Anlagen (Bilanzen, GuV-Rechnung) auszuweiten. Dabei wird die so genannte "Elektronische Lohnsteuerkarte" vordringlich realisiert. Dann kann der Arbeitgeber die entsprechenden Daten direkt an das Finanzamt leiten. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Schaffung von Online-Diensten über das Internet. Vorgesehen sind hier die Möglichkeiten der Online-Steuerkontoabfrage und die Abfrage des Bearbeitungsstandes der Steuererklärung.

Im Rahmen der "Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen" (GDPdU) haben Finanzämter seit Januar 2002 die Möglichkeit, sämtliche relevanten steuerlichen Daten elektronisch zu überprüfen. Gleichzeitig sind Unternehmen verpflichtet, sämtliche Daten zehn Jahre verfügbar zu halten. Die neuen Programme ermöglichen den Export aller Buchhaltungsdaten in das vorgeschriebene digitale Format der Betriebsprüfungs-Software WinIDEA, die von den Finanzbehörden für die elektronische Prüfung eingesetzt wird.

Während GS-FiBu für bilanzierungspflichtige Selbstständige, Gewerbetreibende und Unternehmen konzipiert wurde, erfüllt GS-EAR alle Anforderungen von Freiberuflern, Existenzgründern und Selbstständigen, die nicht bilanzieren müssen. GS-FiBu 2.50 und GS-EAR 2.50 sind ab sofort für jeweils 169 Euro verfügbar. GS-FiBu Comfort schlägt mit 399 Euro zu Buche.

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