CAD-Konstruktion hilft bei dem Entwurf von Schnittmustern für Autositze
Autositze räumlich entwerfen

Spezielle Programme und CAD-Modelle ermitteln aus Konstruktionsdaten fertige Zuschnitte für Autositze.

hiz DÜSSELDORF. Wissenschaftler der TU Dresden haben CAD-Modelle zur dreidimensionalen Entwicklung von Autositzen erarbeitet. Dadurch kann der hohe manuelle Aufwand bei der Schnittkonstruktion für die Prototypenentwicklung gesenkt werden, meinen die Forscher um Prof. Dr. Hartmut Rödel vom Institut für Textil- und Bekleidungstechnik. Damit können auch Entwicklungszeiten verkürzt werden. Gleichzeitig sollen die Modelle dadurch den ergonomischen und physiologischen Sitzkomfort, ein ansprechendes Design und die mechanische Haltbarkeit sichern.

Die Innenausstattung eines Autos differenziert nicht nur unterschiedliche Modelle, sondern auch gleiche Modelle können durch individuelle Material- und Designauswahl besser auf ihre Zielgruppe abgestimmt werden. Speziell bei der Entwicklung der Autositze spielen aber nicht nur das gute Aussehen, sondern auch die funktionellen und physiologischen Eigenschaften wie Sitzkomfort und Sitzklima eine große Rolle. Die Hersteller von Autositzen wollen ihre Produkte mit verbesserter Optik, Haptik und erweiterten Gebrauchseigenschaften immer individueller und exklusiver gestalten, ohne dabei die Herstellungskosten wesentlich zu erhöhen. Die entwickelten Modelle und Verfahren sollen helfen diese Prozesse besser zu automatisieren.

Die Entwicklung eines Autositzes beginnt bereits ein bis zwei Jahre vor dem Serienanlauf. Nach jeder Veränderung des Schaumaufbaus werden die Komforteigenschaften überprüft. Dazu ist ein kompletter Bezug zu entwickeln und Muster zu fertigen. Nach den Erfahrungen ist das mit einem enormen manuellen Aufwand bei der Zuschnittgenerierung für die Prototypenentwicklung verbunden.

In der Fahrzeugindustrie setzt sich bei der Entwicklung neuer Bauteile immer mehr eine geschlossene Prozesskette aus 3-D-Modellentwurf, Digitalisierung, Konstruktion, Fertigung und Qualitätskontrolle durch. Momentan arbeitet die Produktentwicklung textiler "Bauteile" nach der traditionellen Methode, die über keine Daten-Verknüpfung zwischen Design und 2-D-Zuschnittgenerierung verfügt. Da mehr als 70 Prozent aller Fahrzeuge werden mit textilem Interieur ausgestattet werden, entsteht hier der große Aufwand. Um so einen geschlossenen Arbeitsablauf zu erreichen, werden die dreidimensionalen Daten der Konstruktion durch Datenexport oder Vermessung ermittelt und in ein CAD-System überführt. Die Visualisierungsmöglichkeiten erlauben dann schon in einem frühen Stadium der Produktentwicklung die Prüfung der Wirkung von Muster und Farbe am kompletten Auto. Nach Fertigstellung des Entwurfs werden dann die zweidimensionalen Daten für die Zuschnitte berechnet.

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