Campus Party in Berlin
Technik-Freaks aus aller Welt fluten die Hauptstadt

In Spanien und Lateinamerika ist die Campus Party seit Jahren etabliert. Jetzt findet das Festival zum ersten Mal in Deutschland statt. In Vorträgen und Workshops geht es um alles von Astronomie bis zu Robotern.
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BerlinRund 10.000 junge Programmierer, Blogger und Erfinder aus 66 Ländern haben am Montag ihre Rucksäcke gepackt, um sechs Tage lang in Berlin neue Ideen zu schmieden, zu lernen und zu feiern. Nach früheren Treffen in Spanien, Brasilien oder Mexiko ist die Campus Party in Berlin die bislang größte Veranstaltung in der 15-jährigen Geschichte dieser Initiative. Eröffnet wird das Festival am Dienstagabend. Danach geht es in Vorträgen, Workshops und Wettbewerben um 24 unterschiedliche Themen, von Astronomie über Apps, Biotechnik und freie Software bis zu Sicherheit, Social Media und Robotertechnik.

Zu den Rednern gehören der Schriftsteller Paulo Coelho sowie der Netzpionier Tim Berners-Lee, der als Vater des World Wide Web gilt. Unterstützt wird die Veranstaltung auch von der Europäischen Kommission. EU-Kommissarin Neelie Kroes werde persönlich anwesend sein, um mit den Teilnehmern Fragen der digitalen Zukunft zu diskutieren, sagte Veranstalter Paco Ragageles. Viele Teilnehmer übernachten in einer Zeltstadt auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof.

Der ehemalige Radio-Macher Ragageles hat sich ganz bewusst für Berlin entschieden. „Wir haben hier eine junge, unternehmerische Atmosphäre“, sagte der Spanier. Die erste Ausgabe fand 1997 in Spanien statt - zunächst als Event für Spielebegeisterte.

Geprägt werde die Campus Party von dem schon im Kindesalter entwickelten Bedürfnis zum Basteln, das auch „in den Genen eines jeden Nerds“ eingebettet sei, erklären die Veranstalter - als Nerds bezeichnen sich Technik-Freaks, die um ihrer Leidenschaft willen auch schon mal soziale Beziehungen vernachlässigen. „Campus Party ist ein Traum von vier Freunden, der vor 16 Jahren in einem kleinen Dorf im Süden von Spanien, zusammen mit 250 leidenschaftlichen Technologie-Freaks entstanden ist“, sagte Ragageles zu den Anfängen des Festivals. Veranstalter ist das Unternehmen Futura Networks mit Sitz in Madrid, Hauptsponsor ist das Telekommunikationsunternehmen Telefónica.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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