Cebit-Schwerpunkt Navigation und Geo-Daten
Navis bieten immer mehr

Auf der diesjährigen Cebit gibt es neue Navigationsgeräte für Autofahrer in einem eigenen Schwerpunkt zu sehen.

HB HANNOVER. Die IT-Messe widmet der sich besonders dynamisch entwickelnden Technik auch ein Forum mit Präsentationen und Vorträgen, bei denen es unter anderem um die europäische GPS-Alternative Galileo geht. Das europäische Satellitennavigationssystem soll 2010 betriebsbereit sein und stellt sich mit einem Gemeinschaftsstand vor.

Bei den Angeboten der Navi-Hersteller ist ein ähnlicher Trend zu beobachten wie vor einigen Jahren bei den Handys: Die Geräte wollen mit immer mehr Zusatzfunktionen Käufer anlocken. So enthalten zwei neue Geräte von Acer mit den Bezeichnungen e360 (mit 2,8-Zoll-Display) und p660 (mit 4-Zoll-Display) auch einen integrierten MP3-Player und einen Foto-Viewer. Musik und Bilder werden von einer SD-Speicherkarte geholt.

Garmin, einer der ersten Hersteller von GPS-Empfängern, hat seinem nüvi 670T einen FM-Transmitter spendiert, der die MP3-Daten auf die Stereoanlage des Autos schickt. Ebenfalls mit dabei sind Währungsumrechner, Weltzeituhr, Reiseführer und Sprachübersetzer. Die Kartendaten stammen wie bei den Acer-Geräten von Navteq. Den nüvi670T gibt es ab März zu einem Preis von rund 700 Euro. Von TomTom werden ebenfalls neue Geräte erwartet, als Indiz gilt eine weitere Preissenkung für die aktuellen Modelle Go 710 und 910.

Das Unternehmen Falk Marco Polo Interactive, das seinen Schwerpunkt in der Kartographie hat, stellt ein neues Navi-Gerät vor, das die Kartendarstellung auf dem 4,3-Zoll-Bildschirm zur besseren Orientierung mit den Umrissen von Gebäuden ergänzt. Das Gerät mit der Modellbezeichnung Falk N220L Europe kennt die Karten von 37 europäischen Ländern. Außerdem verfügt es über den digitalen Radiodatendienst TMC, kann also vor Staus und anderen Gefahren warnen, und über eine Bluetooth-Freisprechanlage. Das Navi kostet rund 400 Euro und soll ab April erhältlich sein.

In Bewegung ist auch die Entwicklung von Software für die Darstellung von geografischen Daten. Mit Blick auf die große Verbreitung von Google Earth stellt Microsoft jetzt sein neues Angebot Virtual Earth vor, mit dem sich geografische Informationen in Web-Seiten einbinden lassen. Zu finden ist der Dienst bei maps.live.com, hier kann man sich bei einer Reihe ausgewählter Städte auch aus der Vogelperspektive an bestimmte Gebäude heranzoomen. Ums "Geotagging" geht es dem erst im September 2006 gegründeten Braunschweiger Startup-Unternehmen locr, das analog zu Flickr ein Fotosharing-Portal aufgebaut hat. Auf locr.com werden neben den Fotos auch Google-Maps mit dem Ort der Aufnahme angezeigt.

Aussteller-Infos

  1. Acer: Halle 25, D40 (bei Planet Reseller)

  2. Garmin

    : Halle 11, B29

  3. TomTom

    : Halle 11, C37

  4. Falk Marco Polo Interactive: Halle 11, Stand B19

  5. Microsoft

    : Halle 3, C45

  6. locr: Halle 11, D56

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