Cebit-Schwerpunkt RFID
Der Handel setzt auf Funkchips

Die neue Funktechnik RFID hat es bereits vor einigen Jahren zum Teil ganz unfreiwillig in die Schlagzeilen geschafft. Verbraucherschützer befürchten eine Durchlöcherung des Datenschutzes und warnen vor dem "gläsernen Bürger". Die Wirtschaft erhofft sich dagegen von der Radio Frequency Identification in zahlreichen Einsatzbereichen wie etwa der Warenlogistik schon bald Einsparungen in Milliardenhöhe.

dpa HANNOVER. Auf der diesjährigen Cebit wird RFID eines der großen Themen sein. Erstmals ist in Hannover auch die Metro Group mit dabei, die dort als Handelsunternehmen die Technologie präsentieren wird.

"Wir wollen die Funktionsweise dieser Technologie veranschaulichen und zukunftsweisende Anwendungen gleichermaßen unterhaltsam wie informativ präsentieren", sagte Geschäftsführer Gerd Wolfram auf der Cebit-Preview des Hightech Presseclubs in Hamburg. Mögliche Einsatzgebiete gibt es in stattlicher Anzahl. Mit RFID-Chips gekennzeichnete Waren können auf kurze Entfernung kontaktlos per Funk identifiziert werden. Beliebtes Beispiel ist der Supermarkt, in dem der Kunde statt an der Kasse zu bezahlen einfach beim Verlassen seinen Warenkorb automatisch scannen und den entsprechenden Rechnungsbetrag abbuchen lässt. Allerdings ist der Handel noch weit davon entfernt, einzelne Artikel mit RFID-Chips zu versehen.

Der Handelsriese hatte bereits frühzeitig auf die neue Technik gesetzt und startete Ende 2004 mit seinem "Innovation Center" in Neuss, um die konkrete Nutzung der Technik im alltäglichen Warengeschäft voranzutreiben. In seinem "Future Store" in Rheinberg erprobt das Unternehmen neue Technologien im Supermarkt. Auf der Cebit will sich Metro auf Lösungen rund um RFID konzentrieren. So werde der Einsatz zum Beispiel in Bibliotheken oder an Alpakas - einer Lama-Art aus Peru - demonstriert, sagte Metro-Sprecher Albrecht von Truchseß. Außerdem werde eine bereits im Hamburger Hafen eingesetzte Lösung gezeigt, mit der dank Funketiketten Container deutlich schneller und genauer umgeschlagen werden können.

In ausgewählten Standorten und gemeinsam mit einigen Lieferanten setzt der Handelsriese RFID bereits bei der Anlieferung von Waren ein. Mit Hilfe der kleinen Funkchips seien für die Metro allein in der Warenannahme bei bundesweiter Anwendung Einsparungen in Höhe von 6,5 Mill. Euro im Jahr möglich, sagt Wolfram. Nach Schätzungen des Marktforschungsinstituts Gartner wird die Industrie im Jahr 2010 bereits mehr als drei Mrd. Dollar in die Technologie investieren.

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