Cebit
Wo bitte geht’s hier zur Sicherheit?

Auf der Cebit macht sich die IT-Branche auf die Suche nach der Sicherheit per Mausklick - und kann damit eigentlich nur scheitern. Die Stimmung ist trotzdem gut.
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HannoverVielfalt gilt allgemein als positiv besetzter Begriff. Für die IT-Welt trifft das allerdings nur eingeschränkt zu. Denn Vielfalt bedeutet bei der Datenverarbeitung Komplexität – und das ist für Sicherheitsspezialisten ein Horror-Wort.

Eine gewisse Vielfalt war in der Unternehmens-IT allerdings schon immer Realität: Linux-Server mussten mit Windows- und Mac-Clients zusammenarbeiten, in manchen Unternehmen werkeln sogar noch alte spezielle Unix-Maschinen. Bei der Software schleppen die meisten Unternehmen noch Altlasten mit sich herum, die zu keinen aktuellen Standards mehr kompatibel ist.

Doch die neue Vielfalt ist noch kniffliger: Mitarbeiter bringen ihre iPhones, Android-Smartphones und immer häufiger auch iPads mit ins Büro – und die IT-Abteilung ächzt. Klar wird auf der Cebit: Die Vielfalt ist inzwischen bei allen Playern der Branche akzeptiert. Bei Blackberry klingt das so: „Wir haben akzeptiert, dass wir nicht alleine auf der Welt sind“. Bei Dell heißt es: „Hardware ist eigentlich zweitrangig“. Offene Standards sind überall Thema. Interoperabilität wird betont – die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Geräten und Systemen und die Vermeidung des Lock-in-Effekts, also die Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter.

Apple als Messe-Phantom

Einen gehörigen Anteil daran hat Apple. Das iPhone der Kalifornier hat inzwischen selbst die widerstandsfähigsten Blackberry-Hochburgen in Unternehmen erstürmt. Apple ist traditionell nicht auf cer Cebit präsent - und wird so zum Phantom der Messe. Wenn Blackberry-Hersteller RIM beispielsweise seine Erfolge in Afrika und Indonesien betont, weist das darauf hin, dass die ehemalige Stammkundschaft in der westlichen Welt längst iPhones in ihren Taschen trägt. Und wenn Dell-Deutschland-Chefin Baraba Wittman betont, es gehe Dell in erster Linie um das Thema  Integration der mobilen Geräte an sich und weniger um die Hardware, ist klar, dass der Hardware-Zug für einen der größten PC-Bauer der Welt im Tablet-Bereich zunächst abgefahren ist. 2011 hatte Dell noch angekündigt, einer der führenden Anbieter von mobilen Geräten werden zu wollen.

Die erste Antwort auf den Geräte-Wildwuchs war die Cloud. Dienste über das Internet sollten – über alle Geräte hinweg – den Weg auf jedes erdenkliche Gerät beim Mitarbeiter finden. Im zweiten Schritt wird jetzt aber nach Lösungen gesucht, die Geräte-Vielfalt im Unternehmen auch aus IT-Sicherheitsperspektive zu integrieren. Der Wildwuchs will gemanagt werden – und das möglichst einfach.

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