Die Cebit im Social Web
Angela Merkel und der Typ aus dem All

Was haben Angela Merkel, Microsoft und ein Astronaut auf der ISS gemeinsam? Sie bestimmen das Gespräch über die Cebit im Web. Die Computermesse hört dem Netz zu – ähnlich wie immer mehr Unternehmen.
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HannoverDie Cebit in Hannover lauscht, was Nutzer in sozialen Online-Medien zu sagen haben. Mehr als 150 Millionen öffentliche Quellen wertet das „Social Command Center“ von Cebit-Partner Salesforce aus – darunter Blogs, Twitter, Facebook – aber auch Online-Foren, Videoportale oder die Kommentare von Nachrichtenseiten im Web. Auf einen Blick wird so deutlich, was die Messeteilnehmer bewegt: Vor allem die Eröffnungsredner Angela Merkel , Eric Schmidt und Microsoft sind beliebte Themen. 

Die Analyse der Daten zeigt: Noch während der Cebit-Eröffnungsfeier mit Kanzlerin Angela Merkel und Brasiliens Präsidentin Dilma Roussef hallten die Worte der weltweit mächtigsten Frauen via Twitter, Facebook und Blogs über den gesamten Globus. Insgesamt 16.610 Konversationen beschäftigten sich mit der Eröffnungsfeier der größten IT-Messe der Welt.

Die brasilianische Netzgemeinde beteiligte sich rege an dem digitalen Dialog  - und machte einen satten Anteil von 10 Prozent der Konversationen aus. Noch mehr Nutzer kommentierten die Eröffnung der Feier in Deutschland (37 Prozent) und den Vereinigten Staaten (32 Prozent).

Die Analyse offenbart aber auch Überraschendes: Heiße Themen Cebit-Gesprächen via sozialer Medien waren so zum Beispiel der niederländische Astronaut André Kuipers, der bei der Eröffnung per Live-Video aus der ISS zugeschaltet wurde oder das unter Netzaktivisten stark diskutierte internationale Handelsabkommen ACTA. Kuipers taucht allerdings nicht namentlich auf – die meisten Nutzer im Web nennen ihn schlicht „the guy in space“, „der Typ aus dem All“, wie der Social-Media-Monitor verrät.

Von derartigen Informationen können auch Unternehmen profitieren – wenn sie nur zuhören, ist Rob Begg überzeugt, Experte für die Social-Monitor-Software Radian6 bei Salesforce. „Unternehmen müssen aber nicht auf alles hören“,  präzisiert er.  „Im Web gibt es Milliarden Konversationen – doch als Unternehmen wollen Sie nicht Milliarden, sondern Dutzende – sie wollen diejenigen, auf die wertvoll und handelbar sind“.

In den unzähligen Konversationen des Webs sind ihm zufolge wahre Informations-Schätze für Unternehmen zu finden. „Was Kunden mögen, was Kunden nicht mögen – welche Produkteigenschaften sie gerne hätten und was sie dafür zahlen würden – all das finden Unternehmen im Social Web“, behauptet er.

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