Sicherheitssoftware: So müssen App-Spione draußen bleiben

SicherheitssoftwareSo müssen App-Spione draußen bleiben

Immer mehr Mitarbeiter nutzen eigene Smartphones mit privat heruntergeladenen Apps auch beruflich. Ein Sicherheitsrisiko, doch Unternehmen können Mitarbeiterhandys gegen Schnüffelsoftware absichern.
  • 0

DüsseldorfZu den gefährlichsten Orten für die IT-Sicherheit von Unternehmen zählen Golfplätze. Prahlen dort Vorstände vor Kollegen mit ihren neuen Handys, dauert es oft nur Tage, bis der Chef im eigenen Haus fordert: Zur nächsten Golfrunde spätestens muss ein vergleichbares Smartphone her – und mit E-Mail-Konto und Firmenkontakten vernetzt sein.

Das mag mit den IT-Sicherheitsbestimmungen kollidieren. Aber wenn der Vorstand ordert, muss der IT-Chef liefern.

Was den Verantwortlichen beim Auftauchen der ersten Smartphones noch schlaflose Nächte bereitete, beschert seither einer ganzen Branche von Softwarespezialisten eine stabile Konjunktur. Denn zumindest bei der Absicherung von Diensttelefonen können IT-Chefs heute spezielle Schutzprogramme nutzen.

Sogenannte Mobile-Device-Management-Systeme (MDM) für iPhone und Co. greifen teils drakonisch in die Handlungsfreiheit der Smartphone-Besitzer ein. „80 Prozent unserer Kunden setzen solche Systeme ein – und wer es nicht tut, denkt zumindest darüber nach“, sagt Günter Kurth, Solution Director Mobility beim IT-Dienstleister Computacenter, der Mittelständler und Großkonzerne betreut.

Die IT-Abteilung kann per MDM rigoros in die Smartphone-Nutzung eingreifen. Sie kann vorschreiben, wer welche Apps installieren darf, auf welche Daten im Telefon externe Anwendungen zugreifen können. Mit der Technik lassen sich auch Handykameras deaktivieren oder die Länge des Entsperrcodes fürs Handy diktieren. Bei Bedarf kann die IT-Abteilung gar ferngesteuert einzelne oder alle Daten vom Telefon löschen, sollte es verloren gehen.

Kommentare zu " Sicherheitssoftware: So müssen App-Spione draußen bleiben"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 7:30 bis 21 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote