Cebit-Leitthema
Viele Firmen fürchten die Datenwolke

Vielen Unternehmen ist das Cloud Computing offenbar zu wolkig: Aus Angst vor Datenverlusten verzichten viele nach wie vor auf die IT-Dienstleistungen aus dem Netz. Dabei sind die Erfahrungen durchaus positiv.
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Cloud Computing polarisiert die deutsche Wirtschaft: Aus Angst vor Datenverlusten verzichten viele Unternehmen in Deutschland auf IT-Dienstleistungen aus dem Internet. Wer sie verwendet, berichtet aber von überwiegend positiven Erfahrungen. Das geht aus der Studie Cloud-Monitor 2013 hervor, die der Technologie-Branchenverband Bitkom und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in Auftrag gegeben haben.

Demnach nutzen acht von zehn Firmen keine IT-Dienstleistungen aus dem Netz – der Public Cloud – und diskutieren das derzeit auch nicht. Von den Cloud-Verweigerern nennen 79 Prozent die Angst um ihre Daten als Hürde. 54 Prozent meinen, dass solche Dienste nicht zu ihrer Firmenkultur passen, 51 Prozent führen die Angst vor dem Verlust von IT-Know-how an, 49 Prozent die unklare Rechtslage, 43 Prozent zweifeln am Nutzen.

„Es gibt immer noch viele Vorbehalte gegen die Public Cloud, von denen die meisten unbegründet sind“, sagte Bitkom-Präsident Dieter Kempf. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen könnten mit Cloud-Lösungen in der Regel ein deutlich höheres Sicherheitsniveau erreichen als mit in Eigenregie betriebenen IT-Systemen, sagte Kempf.

Immerhin 10 Prozent der Unternehmen nutzen derzeit Public-Cloud-Dienste, weitere 11 Prozent erwägen eine Einführung – deutlich mehr als noch 2012. Für die Studie hatte das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen PAC 436 Unternehmen in Deutschland mit mindestens 20 Mitarbeitern befragt. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ für die Gesamtwirtschaft.

Beim Cloud Computing werden Speicherplatz, Rechenkapazitäten oder Software nicht auf einem lokalen Rechner bereitgehalten, sondern als Dienstleistung über das Internet bezogen. Der Begriff leitet sich von schematischen technischen Darstellungen dieser Dienste ab, bei der die einzelnen Services als Kreise gezeichnet werden, die zusammen dann ein Wolkensymbol ergeben. Die IT-Branche hegt hohe Erwartungen an diesen Paradigmenwechsel, auch auf der Cebit Anfang wird die IT aus der Steckdose eine große Rolle spielen.

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  • Datenhaltung in der Cloud bedeuten hohe Sicherheits- und Verfügbarkeitsrisiken und Abhängigkeiten von externen Providern und Infrastruktur. Der einzige Grund in die Cloud zu gehen sind vordergründige Einsparpotenziale.

  • Ich würde niemals relevante firmendaten der cloud anvertrauen. Es sit wie inder lebensmittelbranche, irgenwann merkt ein Schlaummeier, das es nicht direkt auffällt, wenn was anderes drin ist als draufsteht. Für die Cloud heisst dass, das der der die Daten hat auch potentiell über die Macht verfügt.
    Und da Missbrauch nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden kann wird dieser um so wahrscheinlicher, je erfolgreicher die Cloud ist.
    Bei privaten Daten ist das nur bedingt ein Risiko, siehe Facebook. Da viel Privates von begrenztem statistischem Wert ist, was der Grund ist, warum die Auguren wieder zunehmend falsch liegen.

    H.

  • Die 80% der Unternehmen mit Angst vor Datenverlusten in der Cloud hat erfahrungsgemäß völlig recht - denken Sie nur an die vielen veröffentlichten Crashs mit 100% Datenverlust! Schön ist, dass sich Cloud-Anbieter mit IT-Sicherheit intensiver beschäftigen. Nur was beschäftigt sie denn da? Ist die Cloud-Verwaltungssoftware unter Sicherheitsaspekten überprüft worden? Selbst wenn ihre Daten in der Cloud verschlüsselt sind: Haben Sie einmal das Verschlüsselungsverfahren unter die Lupe genommen: Ist der Key lang genug, wird er wirklich mal gewechselt? Dokumentation ist geduldig – so etwas muss wirklich sorgfältig geprüft werden, bevor Daten outgesourced werden können!
    Hartmut Pohl

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