Neue Geräte
Microsoft will mehr sein als ein Softwarekonzern

Neben der Xbox stellt Microsoft mittlerweile auch einen eigenen Tablet-Computer her. Man sei dabei, ein Geräte- und Service-Unternehmen zu werden, heißt es aus dem Konzern. Es ist mehr als ein Test.
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HannoverDer weltgrößte Softwarekonzern meint es mit seinem Ausflug in die Herstellung von Geräten ernst. „Wir sind dabei, ein Geräte- und Service-Unternehmen zu werden“, sagte Kevin Turner auf der Computermesse Cebit dem Handelsblatt. Turner ist der für das operative Geschäft zuständige Vorstand und arbeitet im Team mit Microsoft-Chef Steve Ballmer. Zwar gehe es beim neuen Tablet-Computer Surface auch darum, den Hardware-Partnern zu zeigen, was etwa mit dem neuen Betriebssystem Windows 8 machbar sei. „Aber das Hardware-Geschäft soll auch profitabel sein“, sagte der Top-Manager.

Microsoft verkauft seit einigen Wochen mit dem Tablet-Computer erstmals einen eigenen Computer. Bislang produzierte der Konzern nur die Software, die Geräte stellten Partnerunternehmen wie Hewlett-Packard oder Acer her. Nur im Bereich der Spielekonsolen trat Microsoft bislang auch als Hardware-Hersteller auf. Kurz nachdem das Surface Pro in den USA im Februar auf den Markt gekommen ist, war es in der Version mit dem größten Speicherplatz (128 Gigabyte) bereits ausverkauft. „Wir haben die Nachfrage unterschätzt“, räumte Turner ein: „Es ist für uns ein komplett neues Geschäft. Wir lernen dazu.“

Mit dem Surface hatte Microsoft seine Hardware-Partner vor den Kopf gestoßen, weil die traditionelle Arbeitsteilung durchbrochen wurde. Turner betonte allerdings, dass der Wandel zu einem Geräte-und Dienstleistungsunternehmen keineswegs bedeute, dass die komplette Hardware aus dem eigenen Haus stammen wird. „Die allermeisten Geräte werden auch künftig von unseren Partnern kommen.“

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt

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