Unbekanntes Netz: Was Unternehmen im Web falsch machen

Unbekanntes Netz
Was Unternehmen im Web falsch machen

Viele Unternehmen nutzen das Web nur unzureichend zur Selbstdarstellung. Dabei gibt es einige einfache Methoden, um herauszufinden, wie sich potenzielle Kunden im Web erreichen lassen.
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DüsseldorfFast alle Unternehmen sind im Netz – doch viele Websites werden kaum besucht. Ein möglicher Grund: Viele, die in Unternehmen Verantwortung tragen, sind mit dem Web noch nicht warm geworden. „Die meisten Unternehmenswebsites stellen lediglich eine Art Verkaufsbroschüre dar“, sagt Thomas Knüwer, der mit seiner Firma Kpunktnull Unternehmen bei ihrem Internetauftritt berät.

Ein häufig zu beobachtendes Problem: Viele Unternehmen setzen auf Inhalte in Adobes Flash-Format. Die Multimedia-Inhalte sehen zwar schick aus, haben aber viele Nachteile: Google etwa kann mit Flash-Inhalten nichts anfangen. Großunternehmen wie Mercedes oder BMW können sich das durchaus leisten, denn wer nach Produkten derart bekannter Hersteller sucht, gibt direkt den Markennamen bei Google oder in die Adressleiste des Browsers ein. Unternehmen allerdings, die darauf hoffen müssen, dass potentielle Kunden ihre Website über die Suche nach Problemlösungen mittels Google finden, haben mit reinen Flash-Seiten ein Problem.

Denn die in dem Multimedia-Format verwendeten Texte werden von Suchmaschinen nicht erfasst. Auch im Sinne der Barrierefreiheit ist der Einsatz von Flash problematisch: Hilfstechnologien für Blinde lassen sich mit Flash-Inhalten nicht umsetzen. Auch die Nutzer von Smartphones und Tablet-PCs haben häufig das Nachsehen – die Apple-Geräte iPhone und iPad können mit Flash überhaupt nichts anfangen.

Welche Inhalte sind die richtigen?

Doch selbst wenn Unternehmen nicht auf Flash setzen, sind die Inhalte häufig für viele potentielle Kunden nicht attraktiv. „Jeder mittelmäßige Blogger lächelt über die Zugriffszahlen der meisten Unternehmens-Websites“, so Knüwer. Denn die Zeiten, in denen man Kunden anschreibt und „Kauf das!“ schreibe, seien längst vorbei – „auch in der realen Welt“.

„Die Mehrzahl der Konsumenten im Netz suche nicht nach Produkten, sondern nach Lösungen für Probleme“, so Knüwer. Doch wofür interessieren sich die potenziellen Kunden überhaupt? Einen ersten Anhaltspunkt liefert der Suchmaschinen-Riese Google kostenlos: Mit dem Google Keyword-Tool lassen sich zu ausgesuchten Suchbegriffen thematisch ähnliche Begriffe suchen – inklusive Informationen darüber, wie häufig die Begriffe gesucht werden. Außerdem verrät das Tool, nach welchen Begriffen Besucher einer bestimmten Website im Web suchen.

Die entsprechenden Daten sammelt Google von Freiwilligen, die beispielsweise Googles Toolbar oder den Browser Chrome einsetzen und der anonymen Verwertung ihrer Daten zugestimmt haben. Damit sind zumindest für größere Websites Trends zu erkennen.

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  • Für die anvisierten Leser haargenau die richtigen Ratschläge, nicht zuviel, nicht zuwenig, elementar, aber entscheidend.

  • Wenn Herr Knüwer Unternehmen professionell bei ihrem Internetauftritt berät, sollte er das Thema Flash erheblich differenzierter angehen. Oder ist er einfach nicht auf dem aktuellen Stand der Technik? Google indiziert jetzt ja schon seit einiger Zeit auch Flash-Dateien. Unabhängig davon ist eine Suchmaschinenoptimierung in der HTML-Datei, in die das Flash eingebettet ist, zum Teil besser möglich als in einer gestalteten HTML-Seite. Dies ist auch von Google zulässig, solange keine anderen Inhalte auf der HTML-Seite kommuniziert werden.

    Daher wünsche ich mir eine klarere Differenzierung: Viele Themen und Inhalte sind mit Flash einfach hochwertiger und besser darzustellen. Für andere wiederum macht Flash keinen Sinn.

    Beste Grüße
    Jan Reichert, www.kr3m.com

  • .. und vor allem glauben die ach so fortschrittlichen Unternehmungen: Webseite einmal bezahlt reicht fürs Leben ! wenn ich letztes "Update 2008" sehe, klicke ich gnädig auf "Abbrechen"

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