Kultspiel
Flappy Bird vor dem Comeback

Das Spiel „Flappy Bird“ war ein Phänomen: Erfolgreich, ansteckend und vom Erfinder auf dem Höhepunkt des Erfolgs gelöscht. Jetzt denkt der 28-Jährige Entwickler aus Vietnam über ein Comeback nach.
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New YorkDer Entwickler des Hit-Spiels „Flappy Bird“ spielt mit dem Gedanken, es wieder auf die Nutzer loszulassen. „Ich denke darüber nach“, sagte der Vietnamese Dong Nguyen dem US-Magazin „Rolling Stone“. Er hatte die App im Februar auf dem Höhepunkt des Erfolgs zurückgezogen – weil sie ein zu hohes Suchtpotenzial habe.

Das optisch einfache Handyspiel ist ungewöhnlich schwer. Nutzer steuern einen fliegenden Vogel an Hindernissen vorbei. Durch Antippen des Handybildschirms bestimmen sie, wie hoch er fliegt. Das simple Prinzip stiftete die Nutzer zu immer neuen Versuchen an.

Bei einer eventuellen Rückkehr würde er „Flappy Bird“ mit der Warnung versehen, eine Pause einzulegen, sagte der Entwickler. Das Spiel war millionenfach heruntergeladen worden und soll seinem Erfinder mehrere zehntausend Dollar am Tag mit Werbung eingebracht haben.

Doch der öffentliche Druck sei für ihn zu groß geworden, berichtete Dong Nguyen dem US-Magazin. Seit Ende 2013 verbreitete sich das Spiel rasant, er sei von Paparazzi belagert worden und habe Schlafprobleme gehabt.

Er habe Nachrichten von Menschen erhalten, die sich nicht mehr von der App lösen konnten und ihn für den Suchtfaktor des Spiels kritisierten, sagte der 28-Jährige. Den Menschen sei es damit nicht gut gegangen, sagte Nguyen. Seit er das Spiel zurückzog, fühle er sich „erleichtert“, sagte er „Rolling Stone“.

Trotz dieser Erfahrung plant Nguyen weitere Spiele. Dem Reporter habe er gleich drei neue Games gezeigt. Sie trügen die charakteristischen Züge von „Flappy Bird“: Einfaches Prinzip, Grafiken im alten Nintendo-Stil und einen fast unüberwindbaren Schwierigkeitsgrad.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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