Cebit 2017 Was Technik mit Menschen macht

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Internet der Dinge, künstliche Intelligenz, IT-Sicherheit
Kanzlerin in der Cebit-Realität
Eröffnungsfeier
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Mit dem traditionellen Rundgang von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Montag die Technologiemesse Cebit für Besucher begonnen. Bereits am Sonntagabend hatte die Kanzlerin eindringlich appelliert, vom digitalen Wandel verunsicherte Menschen nicht zu ignorieren. Es gehe um „Millionen von Menschen, die zum Teil noch nicht wissen, was sie erwartet“, sagt sie.

Partnerland Japan
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Zu der fünftägigen Veranstaltung mit über 3000 Ausstellern aus 70 Ländern werden rund 200.000 Besucher erwartet. Aus dem diesjährigen Partnerland Japan ist Ministerpräsident Shinzo Abe dabei.

Sushi-Roboter
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Europa sei oft langsam bei der Digitalisierung, räumt Merkel ein. „28 Mitgliedstaaten müssen sich natürlich einbringen“, erklärt sie. „Aber wir spüren, dass auf der Welt das Tempo hoch ist, und mit Japan haben wir einen Freund, der sich dieses hohe Tempo zunutze macht.“ Beim Rundgang mit Abe schaut sich die Kanzlerin auch einen Sushi-Roboter an.

Künstliche Intelligenz
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Premierminister Abe (r.) betont, Japan fürchte sich nicht vor Technologien wie der künstlichen Intelligenz: „Dass die Maschinen die Menschen ersetzen könnten, eine derartige Angst gibt es in Japan nicht.“

Roboterbeine
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Neben Drohnen gibt es auf der Cebit auch Roboter zu sehen. Hier begutachtet die Kanzlerin ein Gestell mit Roboter-Beinen, welches einmal Prothesen ersetzen könnte.

Blumen für den Ehrengast
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Telekom-Chef Tim Höttges, Angela Merkel, Shinzo Abe und Bildungsministerin Johanna Wanka am Telekom-Stand. Die IT-Leistungsschau will in diesem Jahr besonders den digitalen Wandel mit konkreten Beispielen anfassbar und erlebbar machen.

„Umbruch aller Lebensbereiche“
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Die CDU-Politikerin hat bei dem Rundgang den Umbruch aller möglichen Lebensbereiche durch die Digitalisierung betont. Diese sei eine Tür in eine andere Welt des Wirtschaftens, Arbeitens und Konsumierens.

Auch in einem Geschenkkorb mit Blumen war der handliche Sensor enthalten. Das sei „eine praktische kleine Anwendung“ für die Technologie Narrowband IoT, die eine stromsparende Vernetzung von Gegenständen ermöglicht, hieß es. Doch Merkel wollte es genau wissen: „Narrowband, ist das ein bestimmter Frequenzbereich?“ Auf diese Frage war Konzernchef Höttges nicht vorbereitet, er redete von langen Wellen, Megahertz und Kilohertz. „Ah ja. Fast verstanden“, gab sich Merkel zufrieden.

An der nächsten Station zeigte SAP-Technikchef Bernd Leukert ein Programm zur Prävention von Naturkatastrophen: „Das System berechnet aufgrund von Satellitenbildern die Gefahr für Erdrutsche.“ Auf einem großen Monitortisch vor ihm war eine Landkarte von Japan zu sehen. Leukert zoomte mit einer kleinen Fingergeste. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz soll die Software im Notfall Vorschläge machen können, welche Orte sich für Hilfslager eignen würden.

Internet der Dinge, künstliche Intelligenz, Drohnen, IT-Sicherheit: Der Rundgang deckte alle Trends der Cebit ab. Am Stand von Vodafone führte Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter ein weiteres Trendthema vor: Smart Citys. Dabei geht es um vernetzte Städte, in denen Mülltonnen ihren Füllstand melden, Straßenlaternen als Stromspender für Elektroautos dienen und intelligente Straßen vor Unfällen oder Staus warnen. Pilotprojekte gibt es in Düsseldorf und Berlin.

Der Mobilfunkspezialist hatte ein kleines Modell aufgebaut – zum Leben erweckt es eine Datenbrille, die zusätzliche Informationen ins Gesichtsfeld einblendet. Ein Vodafone-Manager unternahm eine virtuelle Stadtrundfahrt, die Bilder wurden auf einem Monitor gezeigt. Abe, Merkel und Ametsreiter schauten lächelnd zu. Einen Gefallen tat die Kanzlerin den Fotografen aber nicht: Selbst setzte sie das Gerät nicht auf.

Der Einsatz der Kanzlerin auf der Messe zeigte aber auch: Die Politik hat verstanden, dass die Digitalisierung eines der gesellschaftlich wichtigsten Themen ist. Und dass es ein Modell braucht, um den Auswirkungen zu begegnen. Japan ist dabei einen großen Schritt weiter als Deutschland, wie Unternehmensvertreter und Politiker unisono anerkennen. Japan hat ein Konzept für die „Gesellschaft 5.0“ aufgelegt, darin werden unter anderem Strukturreformen für Arbeitsbedingungen vorgeschlagen, aber auch ein verändertes Ausbildungskonzept.

Deutschland und Japan suchen bei der Digitalisierung den Schulterschluss. In einer „Hannover-Deklaration“ seien die Bereiche der Zusammenarbeit definiert, sagte Staatssekretär Matthias Machnig aus dem Wirtschaftsministerium.

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2 Kommentare zu "Cebit 2017: Was Technik mit Menschen macht"

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  • Eine Lösung, die Betroffnen bei der digitalen Transformation nicht abzuhängen, ist sie von Anfang an in die Lösungsfindung einzubeziehen. So werden aus Betroffenen Akteure, die den digitalen Wandel aktiv gestalten und nicht vom Wandel überrumpelt und überrannt werden. Googeln Sie Clever Change, wenn Sie mehr darüber wissen möchten.
    herzliche Grüße
    Verena Czerny

  • Die Kanzlerin hat ja auch schon fachkundig erklärt, dass in Zukunft alle genauso wie man schreiben lernt, auch programmieren lernen müssen. Ich weiß zwar nicht, wo sie das her hat, aber als Kanzlerin wird sie das schon richtig verstanden haben.

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