Cybercrime-Gefahr wächst
Unternehmen verschlafen die Computer-Sicherheit

Gefahr aus dem Netz: Deutschlands Unternehmen sind nur unzureichend gegen Cyberangriffe geschützt, mahnen Experten. Die Attacken nehmen deutlich zu, doch viele Unternehmen gehen noch immer zu sorglos mit dem Thema um.
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DüsseldorfUm zu verdeutlichen, wie groß die Bedrohung ist, greift die IT-Sicherheitsbranche inzwischen zu Hollywood-Methoden. Dick, schwarz und gefährlich, wie ein Monster aus einem düsteren Science-Fiction-Film, prangt die Spinne mit ihren haarigen Beinen auf dem zehn Meter hohen wie breiten Plakat gegenüber des Moscone Center in San Francisco, wo die Branche gerade die größte IT-Sicherheitskonferenz der Welt abhält. Die Augen der Spinne glühen rot. "Bringen Sie Licht in das Dark Web. Schützen Sie Ihre Kunden", heißt es im Text dazu.

Die Branche lebt zwar von der Gefahr durch Hackerangriffe wie Hollywood vom Film-Blockbuster. Aber die Gefahr ist inzwischen so groß, das erste Experten davor warnen, die Digitalisierung sei in Gefahr: "Wir waren alle viel zu naiv bei der Digitalisierung", sagt etwa Sandro Gaycken. Der Cybercrime-Experte und Gründer des Digital Society Institutes mahnt, man müsse sehr vorsichtig sein, "wie weit man sich noch weiter digitalisieren will oder nicht". Gaycken hofft, dass die zunehmenden Cyberangriffe Unternehmen in der Digitalisierung bremsen.

Es sind Nachrichten wie diese, die Experten aufhorchen lassen: Hackerangriffe auf deutsche Wasserversorgungsanlagen führen zu Störungen. Erpressersoftware legt die IT eines Krankenhauses in Neuss bei Düsseldorf und das Hollywood Presbyterium Medical Center in Los Angeles lahm. Und: Die Erpressersoftware "Locky" macht seit Wochen die Haus-IT in Unternehmen nervös, weil sie nicht nur die lokalen Rechner, sondern auch Daten im Netzwerk verschlüsselt.

Die Gefahr ist groß, und sie nimmt parallel zur fortschreitenden Digitalisierung zu: Studien zufolge waren bereits rund die Hälfte der deutschen Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren Opfer von Cybercrime. Genaue Zahlen gibt es nicht, denn viele Betroffene melden sich nicht bei den Behörden - vor allem aus Sorge darum, dass sich die Ermittler Zugang zu ihren Daten und Sicherheitssystemen verschaffen müssen, um die Hacker zu schnappen. Laut einer Studie des Branchenverbands Bitkom schaltet nur jedes fünfte betroffene Unternehmen staatliche Stellen ein.

Kommentare zu " Cybercrime-Gefahr wächst: Unternehmen verschlafen die Computer-Sicherheit"

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  • Schon möglich.

    Wenn wir hier alle brav schreiben würden, wie toll wir die kluge, vorrausschauende Bundeskanzlerin finden und dass wir noch ein paar Millionen mehr von all den gebildeten, anständigen Fachabeitern aus diesem symphatischen Kulturkreis herlocken möchten..... (tut mir leid, ich muß gleich kotzen)

    Jedenfalls dürften wir dann hier rund um die Uhr schreiben. Keine Löschungen, keine Abmahnungen, alles toll. Bloß sind wir leider nicht so unwissend und doof wie Sie, Micheline, das ist das Problem.

  • Hallo Herr Queri,
    ist ihnen mal der Gedanken gekommen, dass Leute wie sie dafür verantwortlich sind, dass immer weniger Kommentarfunktionen offen sind?

  • HB
    HEUTE wieder mal mutig, und die Kommentarspalte eröffnet ?
    Mal schauen, wie lange es dauert, bis alles komplett wieder gelöscht wird.....?

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