Neues Smartphone Leap: Blackberry versucht es noch einmal

Neues Smartphone Leap
Blackberry versucht es noch einmal

Der kriselnde Smartphone-Hersteller hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona sein neues Modell Leap vorgestellt. Im Laufe des Jahres will der kanadische Konzern drei weitere Geräte auf den Markt bringen.
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BarcelonaBlackberry baut erneut ein Smartphone mit Touchscreen – und ohne Tastatur. Das Blackberry Leap, Nachfolger des Z30, habe einen Fünf-Zoll-Bildschirm, könne mit LTE ins Netz gehen und halte 25 Stunden Dauernutzung durch, teilte der Hersteller am Dienstag auf dem Mobile World Congress mit.

Apps können Nutzer bei Blackberry wie auch von der Amazon-Plattform herunterladen. In den USA soll das Gerät ohne Vertrag 275 Dollar kosten.

Im Laufe des Jahres will der kanadische Konzern drei weitere Geräte auf den Markt bringen, eines mit klassischer und eines mit herausschiebbarer Tastatur, außerdem ist eine Design-Version in Zusammenarbeit mit Porsche geplant. Sie alle zielten auf professionelle Nutzer, etwa Anwälte, Unternehmensberater und Banker – die Firma spricht von „Power Professionals“.

Der kriselnde Smartphone-Hersteller hatte Anfang 2013 ein Touchscreen-Modell vorgestellt, dessen Misserfolg ihn in eine tiefe Krise stürzte. Inzwischen richtet er sich auf Firmenkunden aus.

Auch wenn Blackberry weiter Geräte herstellt, sieht das Unternehmen seine Zukunft offenbar zunehmend im Software-Geschäft. „Wir wollen dafür sorgen, dass unsere Software mit allen Geräten funktioniert“, sagte Blackberry-Chef John Chen. Das Unternehmen will Lösungen wie die Kommunikationszentrale Hub oder die Verschlüsselungs-App Secusmart an andere Hersteller vermarkten.

„Wir haben einen kleinen Anteil im Hardware-Bereich, so vergrößern wir die möglichen Markt“, begründete Chen den Schritt. Der Smartphone-Absatz fiel im vergangenen Jahr um gut zwei Drittel, der Marktanteil lag nur noch bei 0,4 Prozent.

Blackberry war einst ein führender Player im Smartphone-Geschäft, verlor aber nach dem Start des iPhone den Anschluss an Rivalen wie Apple und Samsung. Die Sanierung von Blackberry komme aber schneller voran als geplant, sagte Chen.

Die Umsatzentwicklung sei nach der Talfahrt der vergangenen Jahre stabilisiert worden, jetzt werde Blackberry auch die Gewinne steigern. „Ich habe nicht sehr viel Geduld. Es ist zwar ein Fünfjahresplan – aber einer, in dem wir jedes Jahr Geld verdienen“, sagte Chen.

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