Trends der Cebit: Die Computer heben ab

Trends der Cebit
Die Computer heben ab

Wie sieht die Wirtschaft der Zukunft aus? Die Cebit soll einen Blick in die Kristallkugel erlauben: Die Technologiemesse will die Digitalisierung anfassbar machen – beispielsweise in Form von Robotern und Drohnen.
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HannoverBagger, die ohne menschliches Zutun gefährliche Stoffe bergen. Drohnen, die aus der Luft einen Schlot inspizieren. Und Sportschuhe, die für den Fuß des Läufers individuell gefertigt werden: Mit derartigen Szenarien will die Deutsche Messe die Besucher auf die Cebit in Hannover locken, die am heutigen Sonntag mit einem Pressetag beginnt. Ziel sei es, „die digitale Transformation so konkret erlebbar wie möglich zu machen“, sagt Cheforganisator Oliver Frese. Abstrakte Themen wie Cloud Computing oder das Internet der Dinge werden anfassbar.

Die Deutsche Messe AG will eine Plattform für digitale Technologie aller Art zu bieten. Damit ist sie indes nicht allein, CES und Mobile World Congress, IFA und Hannover Messe buhlen mit ähnlichen Themen um Aussteller und Gäste – weshalb die Cebit auf ihr heutiges Maß mit rund 200.000 Besuchern und rund 3000 Ausstellern geschrumpft ist. Microsoft etwa ist in diesem Jahr nur an Ständen von Partnern vertreten. Die großen Themen ähneln denen der Konkurrenz, und selbst die geschäftliche Seriosität ist kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Die wichtigsten Trends im Überblick.

Drohnen: Computer mit schnittiger Verkleidung

Sie sind beliebte Weihnachtsgeschenke – aber auch Helfer unter widrigen Bedingungen: Drohnen dürften einer der Schwerpunkt der Cebit werden. Die Messe rückt dabei die kommerziellen Anwendungen in den Mittelpunkt. Auf einem Freigelände vor Halle 2 wird etwa die Inspektion einer Miniatur-Ölplattform vorgeführt, in der nahe gelegenen Halle 17 zeigen gut 30 Aussteller ihre Technologie.

Dass die Anbieter auf die Cebit kommen, ist kein Zufall: Drohnen sind heute Computer mit aerodynamischer Verkleidung. Die Sensoren und Prozessoren im Inneren stammen von Chipherstellern wie dem Marktführer Intel, der im vergangenen Jahr zwei Hersteller unbemannter Flugobjekte übernommen hat und nun auf der Cebit verschiedene Szenarien zeigt. Auch bei der Verarbeitung der Daten – etwa von Kameras – wollen IT-Unternehmen ihre Stärken ausspielen. Die Fluggeräte helfen beispielsweise bei der Inspektion von Fabriken, Brücken oder Solaranlagen.

Der Markt wächst: Das Beratungsunternehmen Gartner prognostiziert, dass der Umsatz mit Drohnen für den privaten und kommerziellen Gebrauch bis 2020 auf 11,2 Milliarden Dollar steigt. Darin sind die Ausgaben für militärische Geräte nicht enthalten. Auch technisch dürfte sich viel tun: Gartner-Analyst Gerald van Hoy erwartet Verbesserungen bei der autonomen Steuerung, Batterien mit mehr Ausdauer und Sensoren auch jenseits von Kameras.

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