Cerf als Lobbyisten an Bord
Google holt „Vater des Internets“

Vint Cerf, einer der „Väter des Internets“, wird künftig als Lobbyist für Google arbeiten. Das teilten Cerf und der Betreiber der führenden Internetsuchmaschine am Donnerstag (Ortszeit) in Mountain View (US-Bundesstaat Kalifornien) mit.

dpa MOUNTAIN VIEW. Er werde zum 3. Oktober bei Google als „Chief Internet Evangelist“ antreten, schrieb der derzeitige Vorsitzende des Vorstands der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (Icann) im seinem Weblog. Cerf hatte in den 70er und 80er Jahren entscheidend an der Entwicklung des technischen Internet-Protokolls TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) mitgearbeitet.

Google setzt mit der jüngsten Personalentscheidung seinen umstrittenen Kurs fort, möglichst viele talentierte Programmierer oder renommierte Internet-Persönlichkeiten auf die eigene Gehaltsliste zu setzen und von Markt wegzukaufen. Zuletzt hatte Google das geheimnisumwitterte Startup-Unternehmen Android gekauft, das von dem ehemaligen Apple-Hardwareentwickler Andy Rubin gegründet worden war. Außerdem stellte Google Andy Hertzfeld ein, der Anfang der 80er Jahre maßgeblich an der Entwicklung des ersten Apple Macintosh beteiligt war.

Mit Microsoft liegt Google im Rechtsstreit, weil das Suchmaschinen-Unternehmen den ehemaligen ranghohen Microsoft-Manager Kai-Fu Lee abgeworben hatte. Am kommenden Dienstag (13. September) will der King County Superior Court im US-Bundesstaat Washington darüber entscheiden, ob Kai-Fu Lee sofort für seinen neuen Geldgeber tätig werden kann. Er soll für Google ein Forschungszentrum in China aufbauen.

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