CES 2006
Microsoft startet bei Unterhaltungselektronik durch

Mit einem Feuerwerk neuer Produkte will Microsoft im neuen Jahr auch in der digitalen Unterhaltung eine führende Rolle spielen. Der Softwarekonzern attackiert zusammen mit MTV auch den Online-Musik-Primus Apple.

dpa LAS VEGAS. „Alle Werkzeuge dafür erobern sich zunehmend einen Massenmarkt“, sagte Microsoft-Mitbegründer Bill Gates zum Auftakt der Consumer Electronics Show (CES) am Mittwochabend (Ortszeit) in Las Vegas. Dieser Trend werde sich in diesem Jahr weiter beschleunigen. Immer mehr Menschen wollten auf ihre Musik, Bilder, Filme und Videos von den verschiedensten Geräten aus zugreifen können. Dafür spiele Software als verbindendes Element eine zunehmend zentrale, Plattform übergreifende Rolle.

Erstmals gab Gates vor einem großen öffentlichen Publikum Ausblicke auf das für die zweite Jahreshälfte angekündigte neue Betriebssystem Windows Vista. Mit neuen Internet-Angeboten für Musik und Videos will Microsoft die Vorherrschaft von Apple Computer auf dem lukrativen Markt brechen. Und für den „Kinoabend“ zu Hause kündigte Gates einen DVD-Player im neuen Filmformat HD (High Density) von Toshiba an, der mit Microsofts Windows Media Center Software bestückt ist. Über interaktive Menüs lassen sich während der Vorstellung Infos über die mitwirkenden Schauspieler abfragen oder Kommentare zu den Filmsequenzen einblenden.

Windows Vista, lange unter dem Codenamen Longhorn angekündigt, soll Ende 2006 das Betriebssystem Windows XP nach fünf Jahren ablösen. Gates demonstrierte, wie der Nutzer künftig auf einem komplett neu gestalteten Design zum Beispiel in Dateien oder Internetseiten in dreidimensionaler Ansicht blättern kann. Über eine seitlich an der Benutzeroberfläche angebrachte „Sidebar“ lassen sich Informationen wie Nachrichtenticker, eine Uhr oder ein Suchfenster platzieren. In Sekundenschnelle soll Vista auch große Datenbestände, zum Beispiel die eigene Fotosammlung, nach Stichworten durchsuchen. Für die Darstellung in einer digitalen Dia-Show soll Vista auch zwischen Stand-Fotos und kleinen Filmen keinen Unterschied mehr machen.

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