CES: Im Zeichen der Mobilität

CES
Im Zeichen der Mobilität

Im Convention Center von Las Vegas dröhnen ab Montag die Formel-1-Motoren des BMW-Sauber-Teams. Doch nicht nur der „Boxengassen“-Stand, den der Rennstall gemeinsam mit Intel betreibt, dürfte die Besucher der Consumer Electronics Show faszinieren. Die Trendmesse der Elektronikindustrie wird diesmal vom Thema Mobilität dominiert.

LAS VEGAS. Noch haben die Handwerker im Convention Center von Las Vegas alle Hände voll zu tun. Schlagschrauber rattern, Kreissägen fressen sich kreischend durch Spanplatten. Aber schon am Montag wird der Baulärm abgelöst werden durch kreischende Formel-1-Motoren. Dann werden sich die Besuchermassen der Consumer Electronics Show durch den Nachbau der Boxengasse des BMW-Sauber-Teams mit 90 Meter „Rennstrecke“ drängen. Der Gemeinschaftstand mit Intel wird der Zuschauermagnet der Nabelschau und Trendmesse der Elektronikindustrie sein, zu der vom 7. bis 10. Januar rund 140 000 Besucher erwartet werden. Diesmal steht die Messe ganz im Zeichen der Mobilität, mit der Medien und Internet– zu Fuß mit iPhone und Co. oder mit dem Web-PC mit iPod-Anschluss im Auto – die Menschen künftig ständig begleiten.

Spätestens seit 2007 ist klar, dass Microsoft groß ins Automobilgeschäft einsteigen wird. Zur damaligen traditionellen CES-Eröffnungsrede ließ Microsoft-Gründer Bill Gates die in Detroit versammelte US-Automobilpresse per Satellit zuschalten. Es folgten 2007 Ausrüster-Abschlüsse mit Ford USA und in Europa mit Fiat. Dieses Jahr wird Gates zum letzten Male die Eröffnungsrede der Show halten und der Markt wartet gespannt darauf, ob er weitere strategische Weichenstellungen im Bereich Autoelektronik vorgeben wird.

Detroit jedenfalls will darauf nicht warten und schlägt zurück. Während Gates geht, wird mit GM- Chef Rick Wagoner kommende Woche erstmals der CEO eines Automobilherstellers eine Keynote auf der CES zur Konvergenz von Fahrzeug-Elektronik, Navigation und Multimedia halten. Und General Motors hat erstmals einen eigenen Stand.

Der In-Car-Entertainmentmarkt boomt gewaltig. Angesichts steigender Spritpreise investiert der amerikanische Autokäufer lieber in Bass-Volumen statt in Hubraum. Über 12,3 Mrd. Dollar Umsatz mit Auto-Entertainment erwartet der US-Branchenverband Consumers Electronics Association für 2008. Das wäre eine Verdoppelung seit 2003 und knapp 1,4 Mrd. Dollar mehr als im Subprime-Krisenjahr 2007.

Hat die bunt flimmernde Navigations- und Medienzentrale längst das Autoradio abgelöst, folgt jetzt der Schritt zum In-Car-Entertainmentsystem mit PC und Internetzugang. Die Funktechnik Bluetooth findet dabei zunehmend den Weg aus dem Mobiltelefon in das Armaturenbrett und verbindet die Mobilfunkwelt mit dem Auto. Themen 2008 werden verbesserte Sprachsteuerungen oder Location Based Services (ortabhängige Dienstleistungen) für Fahrzeuge sein.

„Es ist ein enormer Wachstumsmarkt“, sagt Microsoft-Produktmanager Velle Kolde, „alleine die Industrialisierung Chinas und Indiens wird einen riesigen Schub auslösen.“ Und in den Industrieländern sind integrierte Mobiltelefone, Musikplayer oder mobile Webterminals im Auto schon Statussymbole. BMW experimentiert mit der Übertragung von Google-Maps-Daten an die Fahrzeugnavigation. Microsoft stattet den Trend-Knubbel Fiat 500 mit High Tech aus. Intel-Deutschlandchef Hannes Schwaderer: „Die richtige Einbindung von Unterhaltung, Internet und neuen Dienste könnte in Zukunft ausschlaggebend für eine Kaufentscheidung sein.“

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