CES und Macworld: Warm laufen für die Super-Computer-Shows

CES und Macworld
Warm laufen für die Super-Computer-Shows

Gleich mit zwei bedeutenden Fachmessen startet die Computerbranche ins Krisenjahr 2009 - das allerdings auch an der Macworld Expo und der Cosumer Electronics Show (CES) nicht spurlos vorübergeht. Mit Spannung erwartet wird deshalb die Keynote-Rede von Microsoft-Chef Steve Ballmer.

SAN FRANCISCO/LAS VEGAS. Zum ersten Mal ohne Apples "iGod" (Steve Jobs) und ohne Microsofts "Tech-Papst" (Bill Gates) gehen diese Woche die beiden wichtigsten I-Tech-Messen der USA über die Bühne: die Macworld Expo in San Francisco und die CES in Las Vegas. Nicht nur weil diese genialen Visionäre und Verkäufer ihrer Produkte nicht länger auftreten, werden die beiden Shows diesmal weniger bedeutsam sein für Industrie und Konsumenten. Im Gefolge der US-Rezession stellen weniger Aussteller aus, kündigen weniger Produzenten weniger Neuigkeiten an als in den vergangenen Jahren und erwarten beide Messen weniger Besucher als zuvor.

Beide Messen haben an Attraktivität stark eingebüßt. Apple hat der Expo den wahrscheinlichen Todesstoß für künftige Zeiten verpasst, indem das Unternehmen aus Cupertino, California im Dezember überraschend nicht nur Jobs? Fernbleiben angekündigt hatte, sondern auch diesmal zum letzten Mal teilnehmen will. Und die CES (Consumer Electronics Show) kann anders als früher die Weltaufmerksamkeit auch nur noch bedingt auf sich ziehen, da viele Firmen als Tribut an die Finanzkrise ihre Teilnahme, ihre Neuigkeiten sowie ihre Erwartungen eingeschränkt haben.

Auch wenn die IT-Enthusiasten nicht wie in früheren Jahren Epoche machende Neuerungen bestaunen dürfen, werden sowohl Apple, Microsoft und andere Aussteller wie Cisco oder Palm mit Weiterentwicklungen Aufmerksamkeit finden. Als Höhepunkt der CES prophezeien Marktbeobachter das neue Palm-Betriebssystem "Nova", das am Donnerstag in Las Vegas vorgestellt werden wird. Seit Jahren ist "Nova" in Entwicklung und soll das seit 2002 in allen Palm smart phones gängige System ersetzen.

Als zweiten Höhepunkt der IT-Show in Las Vegas wird zumindest die Ankündigung des Vista-Nachfolgers Windows 7 von Microsoft erwartet. Gates-Nachfolger Steve Ballmer wird es wohl in seiner Keynote-Rede für 2009 ankündigen. Microsoft 7 wird seit längerem von dem Unternehmen aus Redmond angekündigt und ist jetzt in der Beta-Phase der Erprobung. Nach der Panne mit Vista wird Microsoft jetzt mehr Wert auf gründliche, denn auf schnelle Präsentation legen und es nicht auf der CES auf den Markt werfen.

Von Apple erwarten die Analysten vor allem Fortschreibungen eingeführter Produkte. Der "Mini" soll wie die neuen MacBooks im Aluminium-Gewand neuen Glanz versprühen und sowohl das Betriebssystem "Leopard" (ab Sommer: "Snow Leopard"), die Backup-Software "Time Capsules" als auch "Apple TV" erfahren Weiterentwicklungen, die auf der Macworld-Expo" präsentiert werden.

Analysten zeigen sich aber skeptisch, dass Apple in der Lage ist, die überfällige neue Version der iMacs zu präsentieren oder in San Francisco den Einstieg in den Netbook-Markt einzuleiten. Das Manko ist nicht allein der Finanzkrise geschuldet. Seit Jahren zweifelt Apple an der Sinnhaftigkeit, neue Produkte nur wenige Wochen nach dem Weihnachtsgeschäft auf den Markt zu werfen, damit alte Kunden zu düpieren und neue in der ungünstigsten Verkaufssaison des Jahres nicht ködern zu können. "Warum soll Apple springen, nur weil Macword das will? Apple wird in Zukunft seine Produkte dann herausbringen, wenn es selber das für notwendig hält," so ein Analyst aus dem Silicon Valley.

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