Checkliste für Käufer
Tipps zum Ersteigern

Wie Käufer bei Ebay Schnäppchen machen und sich vor Betrügern schützen.

Grenzen ausloten: Vor dem ersten Gebot lohnt sich der Blick auf den Ladenpreis oder auch andere Auktionen. Nur so lässt sich der wahre Marktwert eines Produkts sicher ermitteln. Die persönliche Schmerzgrenze ­ Versandkosten eingerechnet ­ sollte vorher festgelegt und auch im Bietfieber nicht überschritten werden. Sonst mutiert das vermeintliche Topangebot im Handumdrehen zum Wucherartikel.

Auf Tippfehler setzen:Suchen Sie nach Einträgen mit Rechtschreibfehlern in der Artikelbezeichnung, etwa beim Markennamen. Bei wenig besuchten Auktionen steigt die Chance auf ein echtes Schnäppchen.

Beschreibung studieren: Auch wenn es in den Fingern juckt, weil eine scheinbar tolle Kaufgelegenheit lockt: Nehmen Sie sich die Zeit, die Artikelbeschreibung genau durchzulesen. Was ist im Lieferumfang alles enthalten? Handelt es sich um Neuware? Bekomme ich eine Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer? Besteht Rückgaberecht und Herstellergarantie? In jedem Fall auch Versandkosten und Zahlungsbedingungen checken.

Verkäufer antesten: Unklarheiten in der Beschreibung, zum Zustand des Produkts oder zum Lieferumfang, sind ein guter Vorwand, um dem Anbieter auf den Zahn zu fühlen: Eine schnelle, ehrliche und kompetente Antwort deutet auf einen seriösen Geschäftspartner hin. Meldet sich der Verkäufer auf Ihre Anfrage gar nicht, taugt höchstwahrscheinlich auch das Angebot nichts.

Bewertung beherzigen: Das Bewertungssystem unter Ebayern nach jeder Transaktion ist so simpel wie effektiv: Nur wer schnell und wie angeboten liefert, bekommt vom Käufer positive Beurteilungen. Viele und vor allem gute Noten sind ein Garant für problemlose Abwicklung und schützen vor schwarzen Schafen. Bei weniger als 98 Prozent guten Bewertungen empfiehlt es sich nachzulesen, was im Einzelnen schief gelaufen ist.

Spät aufspringen: Das Timing entscheidet. Wenn Sie eine spannende Auktion entdecken, die erst in einigen Tagen endet ­ steigen Sie noch nicht ein, das treibt die Preise unnötig hoch. Besser die Auktion über die Funktion "Mein Ebay" beobachten und erst kurz vor dem Ende mitbieten. Laut Statistik werden 37 Prozent aller Gebote erst in der letzten Minute abgegeben, zwölf Prozent in den letzten zehn Sekunden.

Zuschlag ertricksen: Öffnen Sie ein zweites Browserfenster mit dem Angebot und tragen Sie ein höheres Gebot ein, das Sie nur noch per Klick abschicken müssen. So lassen sich höhere Gebote kurz vor Schluss noch toppen. Geben Sie Ihre absolute Schmerzgrenze in den Bietagenten ein. Der erhöht in kleinen Schritten automatisch bis zum angegebenen Höchstgebot. Eine krumme Zahl, also 30,03 statt 30 Euro, verbessert die Erfolgschancen.

Viele Käufer nutzen so genannte Sniper-Software, die automatisch unmittelbar vor Auktionsende bietet. Diese Programme sind in den Geschäftsbedingungen von Ebay zwar verboten, de facto ist der Gebrauch aber kaum zu verhindern und nachzuweisen.

Gebot zurückziehen: Keine Panik, wenn Sie aus Versehen statt 44 Euro 444 Euro als Höchstgebot eingetippt haben. Bei solchen Tippfehlern können Käufer von ihrem Anfechtungsrecht Gebrauch machen und das Gebot zurückziehen. Entweder über eine Mail an den Verkäufer oder über die Funktion "Gebotsrücknahme".

Treuhand-Service nutzen: Ware nur gegen Vorkasse ist Usus bei Ebay. Um sich vor Abzockern zu schützen, sollten Ersteigerer ab 200 Euro Kaufwert den Treuhand-Service nutzen: Das Geld wird auf einem Drittkonto geparkt, bis der Käufer die Ware für gut befindet ­ für die Prüfung hat er zwei Tage Zeit. Hat er nichts zu beanstanden, wird die Summe an den Verkäufer überwiesen. Falls doch, kann er vom Kauf zurücktreten, das Geld fließt wieder auf sein Konto. Der Service hat seinen Preis: Für einen Kaufbetrag bis 100 Euro fallen 2,50 Euro Gebühren an, bis 500 Euro sind es fünf Euro.

Rückgaberecht beanspruchen: Bei gewerblichen Händlern haben Käufer ein 14-tägiges Rückgaberecht beispielsweise wenn die Ware nicht gefällt oder die ersteigerte Jacke nicht passt. Bei seriösen Händlern findet sich ein entsprechender Hinweis im Angebot direkt oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Wann Ebay einspringt: Sie haben gezahlt, aber keine Ware erhalten, oder die Ware entspricht nicht der Beschreibung? Wer einem Betrüger aufsitzt, kann den kostenlosen Ebay-Käuferschutz in Anspruch nehmen (ausgenommen für Artikel, die durch Transport beschädigt oder verloren gegangen sind). Ebay zahlt bis zu 200 Euro Ausgleich, abzüglich einer Selbstbeteiligung von 25 Euro. Voraussetzung: Der Käufer muss erst den Verkäufer kontaktieren und versuchen, mit ihm eine Klärung zu erreichen. Zudem sind einige Fristen und Formalia einzuhalten. Das Prozedere ist kompliziert, aber in der Regel springt Ebay auch wirklich ein. Einen Rechtsanspruch gibt es allerdings nicht.

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