Chinesischer Computerbauer
Lenovo strebt an die Spitze

Der chinesische Computerbauer will so schnell wie möglich zu seinen deutlich größeren Rivalen Dell und Hewlett-Packard (HP) aufschließen. Lenovo will in den USA zudem an die Börse.

HANNOVER. "Wir werden zu den ganz Großen der Industrie gehören", sagte gestern Yang Yuanqing, Chairman von Lenovo, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Um außerhalb des Heimatmarkts China zu wachsen, werde Lenovo in den kommenden zwei Jahren vor allem um Kunden aus dem Mittelstand werben.

Das durch die Übernahme der PC-Sparte von IBM im vergangenen Sommer zum drittgrößten Computerproduzenten der Welt aufgestiegene Unternehmen suche zudem mehr internationale Investoren, zitierte die Tageszeitung "China Daily" am Donnerstag den Lenovo-Chef Liu Chuanzhi. "Um mehr Interesse von internationalen Investoren zu wecken, denken wir an einen Börsengang in den USA." Im Februar hatte das Unternehmen angekündigt, erstmals außerhalb seines Heimatlandes China auch Computer unter eigenem Namen zu verkaufen.

Auf Platz drei katapultiert

Lenovo steht auf der Cebit im Mittelpunkt des Interesses, weil der Konzern als erstes chinesisches Unternehmen einen großen westlichen Konkurrenten übernommen hat: Anfang 2005 hat die Firma aus Schanghai das PC-Geschäft des US-Konzerns IBM für 1,25 Mrd. Dollar gekauft. Der bis dahin außerhalb Chinas nahezu unbekannte Konzern katapultierte sich damit auf einen Schlag auf Rang drei der größten PC-Hersteller der Welt. Allerdings ist der Abstand zu Weltmarktführer Dell und der Nummer zwei, Hewlett-Packard, noch riesig: Nach Angaben der Marktforscher von Gartner kam Dell im vergangenen Jahr weltweit auf einen Marktanteil von knapp 17 Prozent, HP lag bei 14,5 Prozent. Lenovo erreichte nur sieben Prozent.

Um zu den Konkurrenten aufzuschließen, hat sich Lenovo-Chef Yang einen strikten Zeitplan gesetzt: In den kommenden zwei Jahren will der 41-jährige Manager vor allem das Geschäft mit kleinen und mittleren Firmenkunden voran bringen. Dabei will sich Lenovo im wesentlichen auf das bestehende Produktprogramm mit PCs und Notebooks beschränken. "Danach werden wir uns auch an Privatkunden richten sowie unsere Produktpalette ausbauen", sagte Yang.

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