Cloud-Computing
Sparzwang beflügelt Wolken-Konzept

Fehlende Geschäftsmodelle, mangelhafte Software, Skepsis gegenüber der Datensicherheit: Lange schien Cloud Computing kaum mehr als ein Marketing-Gag zu sein. Doch nun zeigen erste Praxiserfahrungen, dass Anbieter wie Amazon, Google, IBM und Salesforce ihre vollmundigen Versprechen durchaus erfüllen können.

DÜSSELDORF. Die Wirtschaftskrise hilft dem Wolken-Konzept auf die Sprünge: Wer Computerleistung günstig über das Internet kauft, spart Betriebskosten für eigene Rechenzentren und bleibt flexibel. Wegen der unsicheren Auftragslage wollen sich viele Manager bei einer Softwareinstallation nicht auf eine bestimmte Nutzerzahl festlegen, wenn sie Rechenleistung für das nächste Jahr einkaufen.

Laut einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens IDC werden sich die globalen Ausgaben für Cloud-Dienste bis 2012 auf 42 Mrd. Dollar verdreifachen und zehn Prozent der gesamten IT-Investitionen ausmachen. "Vielleicht schon in fünf Jahren werden wir zurückschauen und sagen: Wie konnten wir früher ohne diese Dienste leben?", sagt Ray Ozzie, oberster Software-Architekt bei Microsoft, das mit der Azure-Plattform im Markt mitmischen will.

Etliche Unternehmen rufen derzeit Cloud-Projekte ins Leben - wenn auch oft nur, um die Technik auszuprobieren. So konnte IBM jüngst den Kosmetikhersteller Elisabeth Arden als Kunden gewinnen. Beim Biotech-Riesen Genentech kommen Googles Anwendungen zum Einsatz.

Mit dem Telekommunikationsunternehmen QSC in Köln sammelt auch in Deutschland ein prominenter Name Erfahrungen mit der Cloud-Technik. Seit drei Jahren setzt QSC-Manager Andreas Schmidt dabei auf Salesforce. Die Kundenmanagement-Anwendungen für mehr als 200 Mitarbeiter speichern nun Server in Kalifornien. "Trotz der aufwendigen Abstimmung mit Salesforce bei Themen wie dem Datenschutz und der sicheren Lagerung von Daten kamen wir bei den Pilotprojekten extrem schnell zu guten Ergebnissen", sagt Schmidt.

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