Cloudcomputing
Unterwegs zwischen zwei Welten

Die Kombination von externen und internen Rechenzentren erweitert die Möglichkeiten im Betrieb - und kann den Kundenservice verbessern. Doch es ist auch ein durchaus kompliziertes Zusammenspiel und birgt Risiken.

KölnKaputte Heizung, defekte Fenster: Solche handfesten Probleme bearbeiten einige Wohnungsverwaltungen mittlerweile digital. Über eine Software wird bei einer Schadensmeldung direkt der Handwerker beauftragt - nach der Reparatur erfolgt automatisch die Abrechnung. Rechnungen von über 800 Millionen Euro hat so im vergangenen Jahr der Mainzer IT-Dienstleister Aareon abgewickelt, der auf die Wohnungswirtschaft spezialisiert ist.

Ob Schadensportal oder Mieterinformation: Die digitalen Zusatzleistungen für mehr Komfort werden häufig schon in der Cloud bereitgestellt. Dagegen laufen Software und Daten zur alltäglichen Unternehmenssteuerung in der Wohnungswirtschaft oft auch noch traditionell in den firmeneigenen Rechenzentren - ein durchaus kompliziertes Zusammenspiel.

Die Mischung von virtuellen und realen Servern und Rechenkapazitäten beschäftigt intensiv auch die IT-Verantwortlichen anderer Branchen. Zwei Drittel der deutschen Cloud-Nutzer setzen laut einer aktuellen Cisco-Studie auf eine sogenannte hybride Lösung. 47 Prozent verbinden damit die Hoffnung auf eine signifikante Umsatzsteigerung.

Doch das ist kein Selbstläufer: „Durch die Kombination steigt die Komplexität, die IT-Infrastruktur wird nicht einfacher - man benötigt dafür Lösungen“, sagt Lars Göbel, Vertriebsleiter beim Darmstädter IT-Service-Anbieter und Rechenzentrumsbetreiber Darz. Auch explizite Dienstleister für Cloud-Lösungen kämpfen nicht mehr für eine komplette Verlagerung in die Datenwolke, sondern propagieren mittlerweile die Mischlösung. Wo Systeme seit Jahren mit konstanter Auslastung gute Leistung vollbringen, ist ein permanentes Rechenzentrum meist die wirtschaftlichere Lösung.

Für neue Applikationen, zusätzliche Aufgaben oder bei Kapazitätsspitzen kann die Cloud dagegen ihre Vorteile voll ausspielen. „Häufig nachgefragte Einsatzszenarien sind die Datensicherung über die Cloud statt über redundante Rechenzentren und die IT-Unterstützung bei der Expansion ins Ausland“, sagt Matthias Schorer, der beim Cloud-Dienstleister VMWare in Zentraleuropa für Strategieberatung verantwortlich ist.

Wie also gelingt es, die alten und neuen Welten geschickt zu verbinden? Die Ziele: Wechsel aus Kapazitäts- oder Datenschutzgründen sollten jederzeit möglich sein. Arbeitsaufwand für Makeln sollte im Alltag nicht entstehen.

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