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Amazon.com steigert Umsatz um ein Fünftel

Der Online-Händler Amazon.com hat im abgelaufenen Quartal dank eines starken Wachstums im internationalen Markt rund ein Fünftel mehr verkauft, aber weniger Gewinn erwirtschaftet als ein Jahr zuvor.

dpa SEATTLE. Der Online-Händler Amazon.com hat im abgelaufenen Quartal dank eines starken Wachstums im internationalen Markt rund ein Fünftel mehr verkauft, aber weniger Gewinn erwirtschaftet als ein Jahr zuvor. „Wir können auf ein sehr solides Quartal zurückblicken“, sagte Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber der dpa.

Der Umsatz kletterte von 1,9 Mrd. auf 2,3 Mrd. Dollar. Um Wechselkursschwankungen bereinigt habe das Wachstum sogar 25 Prozent betragen.

Der Gewinn ging dagegen auf Grund der Kosten für Aktienoptionen für Mitarbeiter und höherer Betriebskosten zurück. Der Überschuss betrug 51 Mill. Dollar nach 78 Mill. Dollar im Vorjahreszeitraum. Pro Aktie sackte der Gewinn von 18 auf zwölf Cent. Damit traf das Unternehmen die Analystenprognosen. Für das laufende Quartal rechne Amazon mit einem Umsatzwachstum zwischen 16 und 24 Prozent und einem operativen Gewinn zwischen 32 und 67 Mill. Dollar, sagte Kleber.

Im internationalen Markt (Deutschland, Japan, Frankreich, Großbritannien und China) legte der weltgrößte Online-Einzelhändler mit einem Umsatz von 1,03 Mrd. Dollar um 29 Prozent zu gegenüber 1,25 Mrd. Dollar (21 Prozent) in den USA und Kanada. Wesentliches Standbein sei dabei neben Großbritannien und Japan der deutsche Markt gewesen, sagte Kleber. „Das internationale Geschäft kann nicht brummen, wenn es nicht in Deutschland brummt.“ Im Jahr 2005 hätten alle drei Länder jeweils mehr als zehn Prozent zum weltweiten Umsatz beigetragen.

Bei wachsender Konkurrenz sei es weiterhin wichtiger, an den richtigen Stellen zu investieren, als im Quartal auf beste Ertragswerte zu setzen, sagte Kleber. Der Online-Einzelhändler steht derzeit unter zunehmendem Druck durch die Ambitionen etwa des Auktionsriesen ebay oder des Internetsuchmaschinen-Betreibers Google. Neben den Investitionen in neue Produktkategorien werde sich Amazon auch mit der Einstellung von Software-Entwicklern kommenden Herausforderungen stellen.

In Deutschland hatte Amazon neben der Zentrale in Bad Hersfeld zuletzt in ein neues Versandzentrum in Leipzig investiert, in dem in der Anfangsstufe 400 Jobs entstehen sollen. Vor allem neue Produktlinien wie Fachbild-Fernseher hätten die Investitionen erforderlich gemacht, sagte Kleber. „Wir werden aber auch weiterhin definitiv am Ausbau unserer Produktgruppen arbeiten.“ So könnten sich Brautpaare über den im März gestarteten „Wedding Service“ etwa einen Hochzeits-Tisch einrichten. „Dieser Service wird sicherlich nicht den Rang der Kategorie Buch erreichen, aber die Kunden mögen solche kleinen, feinen Angebote.“ Auch zum Thema Fußball erweitert Amazon sein Warenlager erstmals mit Sport- und Fanartikeln im „Worldcup Store“. „Man darf ja heute ohne Fußball wohl nicht mehr existieren“, sagte Kleber.

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